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Ausbau der fünften Gaskaverne wird fortgesetzt

Empelde Ausbau der fünften Gaskaverne wird fortgesetzt

Auf dem Gelände der Gasspeicher Hannover GmBH (GHG) in Empelde wird jetzt der Ausbau der fünften Kaverne fortgesetzt. Obwohl laute Geräusche beim Einbau der sogenannten Gasförderrohrtour nicht zu verhindern sind, sollen Lärmbelästigungen für Anwohner so gering wie möglich gehalten werden.

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Lärmschutz: Eine Wand aus Containern soll am Kavernenplatz laute Arbeitsgeräusche abfangen.

Quelle: Nils Oehlschläger

Empelde. Bei der GHG ist man nach regelmäßigen Anwohnerbeschwerden über Lärm auf dem Betriebsgelände nahe der Nenndorfer Straße vorgewarnt. Das Unternehmen hat auf der östlichen Seite des Kavernenplatzes eine Lärmschutzwand aus Containern erweitert und weitere Vorkehrungen getroffen: In Abstimmung mit der zuständigen Aufsichtbehörde – dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) – soll während der Arbeiten der Geräuschpegel auf dem Gelände und im Anliegerbereich überwacht werden.

Die Bemühungen sind begründet: „Die Verrohrungsarbeiten sind ein kontinuierlicher Prozess aus Schweißen und Prüfen der Nähte“, sagt GHG-Geschäftsführer Karl-Josef Risch. Die Gasförderrohrtour sei das Rohr, durch das später Erdgas in die Kaverne gepumpt und herausgefördert werde. Um damit in den rund 1300 Meter tief liegende Hohlraum zu gelangen, müssen einzelne Zwölf-Meter-Rohrstücke aneinandergeschweißt werden – im Schichtbetrieb, ununterbrochen, auch nachts.

Vor allem beim Schleifen der Schweißnähte und beim Nachsetzen der Rohrteile sei mit Lärm zu rechnen – ebenso wie beim Hochfahren des Motors einer Transportwinde. Deshalb seien Mitarbeiter der Auftragsfirmen angehalten, möglichst geräuscharm vorzugehen, so die GHG. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Arbeiten rund eine Woche dauern. Über mögliche Verzögerungen sollen die Anlieger unverzüglich unterrichtet werden.

Vorangegangen waren zuletzt Tests und Dichtheitsprüfungen der unterirdischen Anlagen. Die neue Kaverne habe alle Tests bestanden und könne planmäßig für den Speicherbetrieb vorbereitet werden, so Risch. Im Februar soll die neue Kaverne mit einem Förderkopf über der Erde abgeschlossen werden. Nach der Heizperiode soll der Hohlraum mit einem Volumen von etwa 730 000 Kubikmetern mit Gas befüllt werden. Die Inbetriebnahme als Speicher für Energieversorger ist für 2017 geplant.

Runder Tisch Gaskavernen

Behörde kann Sorgen zerstreuen

Ein Störfall wie vor zwei Jahren in einer Gasspeicheranlage in Etzel ist offenbar in Empelde nahezu ausgeschlossen. Das haben am Mittwochabend ein Vertreter des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sowie Mitarbeiter der Gasspeicher Hannover GmBH (GHG) besorgten Bürgern versichert. Rund 40 Anwohner waren zum Runden Tisch Gaskavernen gekommen, um mit Vertretern der Stadt und der GHG über die Sicherheit der Kavernen in Empelde zu sprechen.

Hintergrund war ein Vorfall in Ostfriesland, bei dem sich im 2014 Gasförderrohrtouren wegen einer gerissenen Schweißnaht vom Sicherheitsventil gelöst und in das Bohrloch gefallen waren. Nach Meinung der Experten ist so ein Vorfall in Empelde nicht möglich. Grund sind unterschiedliche Hersteller der Bauteile. Demnach werden in Empelde Sicherheitsventile mit Verschlussklappen verwendet, die deutlich sicherer sind. Zudem würden die vom Ventilhersteller benutzten Rohrstücke in einer Halle vorgeschweißt. Ein vom LBEG als Aufsichtsbehörde nach dem Störfall in Etzel von Gasspeicherbetrieben gefordertes Gutachten für Schweißnähte liege zwar noch nicht vor. Der GHG sei aber schon ein positives Ergebnis mitgeteilt worden. „Unsere Sorgen wurden etwas zerstreut“, sagte Hans-Joachim Mewis vom Bürgerforum.

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Lärmschutz: Eine Wand aus Containern soll am Kavernenplatz laute Arbeitsgeräusche abfangen.

Quelle: Nils Oehlschläger
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