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Ausschuss besichtigt Neubaugebiet am Seegrasweg

Ronnenberg Ausschuss besichtigt Neubaugebiet am Seegrasweg

128 Sozialwohnungen sind am Seegrasweg entstanden, darunter 82 in einer besonders klimafreundlichen Bauweise. Am Dienstag besichtigte der Auschuss für Umwelt und Klimaschutz der Region Hannover das Neubaugebiet diese Gebäude und drei weitere Projekte im Umland.

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Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz der Region Hannover besucht das Neubaugebiet in Ronnenberg.

Quelle: Johanna Kruse

Ronnenberg. Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz der Region Hannover hat sich am Dienstag mehrere vorbildliche Klimaschutz-Projekte in der Region angesehen. Ein Ziel der Besichtigung war neben Projekten in Hannover, Hemmingen und Springe auch der Soziale Wohnungsbau am Seegrasweg in Ronnenberg.

Dort entstehen 72 Sozialwohnungen und zehn barrierefreie Altenwohnungen eines Investors in einer speziellen Bauweise. Die Besonderheit: Die sogenannten ClimaBalance-Häuser werden durch Erdwärmepumpen beheizt und durch Photovoltaikanlagen mit selbst erzeugtem Strom versorgt und sind somit völlig autonom. "Die Brennstoffkosten sind hier gleich null, denn die Photovoltaikanlagen erzeugen doppelt so viel Strom wie im Haus verbraucht wird. Deshalb werden keinerlei fossile Rohstoffe benötigt", erklärt Bruno Tadge, der Seniorchef der Firma ImmoControl, die das Konzept für die Häuser entworfen hat.

Laut Plan vermeiden die Häuser mehr CO2 als sie ausstoßen. Das freut auch Bürgermeisterin Stephanie Harms. "Wir haben hier viel energieeffizienten Wohnraum geschaffen", sagte Harms bei der Besichtigung, "Das ging sehr schnell. Ende 2015 haben wir die Verträge unterschrieben und jetzt wohnen bereits die ersten Familien hier." Für die nächsten zehn Jahre werden die Wohnungen vorerst von der Stadt als Sozialwohnungen vermietet werden.

Einen Stromspeicher haben die Wohnungen nicht. "90 Prozent der Energie wird hier direkt verbraucht. Da lohnt sich ein Speicher nicht", erklärt Tadge. Einen kleinen Energiespeicher haben die Wohnungen trotzdem - in den unter der Erde liegenden Helixsonden kann die überschüssige Wärme des Sommers gespeichert und im Winter genutzt werden. "Damit haben wir eine sehr effiziente Erdspeicherung eingebaut", sagt Tadge. Auch die Nähe zum Wasser sei extrem vorteilhaft für die Effizienz. "Grundwasser ist immer ein Segen für die Erdwärme", erklärt der Seniorchef.

Wolfgang Zehler, Fachbereichsleiter der Stadt Ronnenberg, hatte den Eindruck, dass sich die Reise für die Regionspolitiker gelohnt hat. "Sie haben sicherlich einige Anregungen mitgenommen", sagte er. Zumal vielfach die Meinung bei Bauherren vorherrsche, dass sich energieeffiziente und kostengünstige Bauweise gegenseistig ausschlössen.

Mehr als die Hälfte noch nicht fertig

Der Fachbereich Bildung, Jugend und Soziales der Stadt Ronnenberg hat in der vergangenen Woche die aktuellen Belegungszahlen des Baugebietes Seegrasweg öffentlich gemacht. Demnach sind noch immer 74 der 128 Wohneinheiten in dem Baugebiet nicht fertiggestellt. Von den inzwischen bereitstehenden Wohnungen sind bislang 29 bezogen, 25 weitere sind noch verfügbar. Bislang leben 81 Personen in den betreffenden Einheiten, 172 Menschen könnten in den bisher fertiggestellten Wohnungen noch untergebracht werden. Die Sozialwohnungen am Seegrasweg werden an Asylbewerber mit dauerhafter Bleibeperspektive und Transferleistungsempfänger vergeben. Anfragen an die Stadtverwaltung sind bei Lars-Ove Frohner unter Telefon (05 11) 4 60 02 43 möglich.

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Fotostrecke Ronnenberg: Ausschuss besichtigt Neubaugebiet am Seegrasweg

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Von Johanna Kruse

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