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Feldpost dokumentiert die Kriegsleiden

Ronnenberg Feldpost dokumentiert die Kriegsleiden

Wie hat sich der Erste Weltkrieg auf den Alltag und das Arbeitsleben in Ronnenberg ausgewirkt? Im Heimatmuseum soll eine Sonderausstellung auf diese Frage jetzt Antworten geben. Feldpostkarten, Schüleraufsätze und andere historische Exponate dokumentieren die Kriegsleiden.

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Lothar und Monika von der Heide dokumentieren auch mit Exponaten aus der Dauerausstellung des Heimatmuseums (siehe auch Bildergalerie) das Zeitgeschehen während des Ersten Weltkriegs in Ronnenberg.

Quelle: Ingo Rodriguez

Ronnenberg. „Wir bemühen uns schon seit etwa eineinhalb Jahren, das Projekt zur verwirklichen“, sagt Monika von der Heide aus dem Museumsverein. Sie und ihr Mann, der Museumsleiter Lothar von der Heide, wurden für ihre Mühe belohnt. „Industrie im Ersten Weltkrieg – regionale wirtschaftliche und soziale Aspekte“ – so lautet der Titel der Wanderausstellung, die vor zwei Jahren mithilfe von Sponsoren sowie unter der Mitwirkung des Vereins Netzwerk Industriekultur im mittleren Niedersachsen zum ersten Mal in Osterwald gezeigt wurde. „Ronnenberg ist jetzt erst der zweite Standort der Ausstellung“, sagt Museumsbeisitzerin von der Heide.

Ziel des historischen Wanderprojekts ist es nach Angaben des Netzwerk-Historikers Olaf Grohmann, lokalgeschichtliche Aspekte des Ersten Weltkriegs herauszuarbeiten. Wie wirkte sich der Krieg auf das Leben in Orten abseits der großen Industriezentren aus? Auf diese Frage sollen zehn allgemeine Stelltafeln mit Dokumenten und Texten Antworten liefern – unter anderem mit Blick auf die Kriegsursachen, Rohstoffvorkommen, Propagandamethoden und Besonderheiten der Kriegsproduktion.

Angereichert sind die Stelltafeln der Wanderausstellung mit passenden Exponaten aus dem Fundus des Heimatmuseums Ronnenberg: In Vitrinen und auf weiteren Schautafeln dokumentieren alte Feldpostkarten das Grauen in den Schützengräben und das Heimweh der Soldaten. Schüleraufsätze verdeutlichen die Entbehrungen der Bevölkerung – ausgelöst von Seeblockaden, fehlenden Rohstoffen, Arbeitskräftemangel und Rationalisierungsmaßnahmen.

Dazu werden zivile und militärische Gegenstände aus Ronnenberg gezeigt – unter anderem ein Originaltelegramm mit dem Befehl zur Mobilmachung, ein Stahlhelm und Todesanzeigen für Gefallene in den Tageszeitungen.

Das Museum, Über den Beeken 13, ist sonntags von 15 bis 17 geöffnet. Unter Telefon (0 51 09) 76 39 können Termine vereinbart werden.

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