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Auszählungspanne wegen 60 Kreuzen

Ronnenberg Auszählungspanne wegen 60 Kreuzen

Die erneute Auszählung der Stimmzettel für die Wahl des Ronnenberger Stadtrates wird die Rathausmitarbeiter voraussichtlich mehr als eine Woche lang beschäftigen. Die Parteien wollen Beobachter schicken. Erklären können sie sich die Panne aber nicht.

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In Ronnenberg müssen rund 10.000 Stimmzettel erneut gezählt werden.

Quelle: Sebastian Gollnow

Ronnenberg. Das Vertrauen der Parteien in Bürgermeisterin Stephanie Harms und ihre Mitarbeiter scheint ungetrübt trotz der Panne bei der Auszählung der Stimmzettel. "Ich vertraue der Stadt, aber es sollte jemand vorbeischauen, wenn erneut gezählt wird", sagt der CDU-Vorsitzende Andreas Burkhardt.

Ab Montag lässt Bürgermeisterin Stephanie Harms als Gemeinde-Wahlleiterin die mehr als 10.000 Stimmzettel für die Wahl des Stadtrates noch einmal zählen. Das hatte sie am Mittwoch angeordnet, nachdem bei einer stichprobenartigen Überprüfung durch die Wahlleitung aufgefallen war, dass einige Stimmen am Sonntagabend offenbar nicht mitgezählt wurden.

Auch die AfD, die in Ronnenberg ihr bestes Ergebnis auf Regionsebene erreichte,  vertraut der Stadt. "Ich schätze die Bürgermeisterin als sehr seriös ein und gehe davon aus, dass wir bei der Neuauszählung keinen Nachteil haben werden", sagt Clemens Hafemann, Vorsitzender des Stadtverbandes Barsinghausen-Ronnenberg-Wennigsen. Es werde wohl bei den fünf Sitzen seiner Partei im Ronnenberger Rat bleiben, meint der Barsinghäuser.

Die AfD will ebenfalls Beobachter zur Neuauszählung schicken. "Wir werden mit ein bis zwei Leuten dabeo sein." Hafemann versteht nicht, wie es zu den Unstimmigkeiten bei der Auszählung kommen konnte. "Ich war selbst mal Wahlhelfer und wir haben die Auszählungsergebnisse dreimal kontrolliert", sagt er.

Für die Stadt ist es tatsächlich die erste Panne bei einer Wahl. "Ronnenberg musste bisher noch nie komplett nachzählen", sagt Fachbereichsleiter Frank Schulz. Zu den Unstimmigkeiten sei es gekommen, weil Stimmzettel herausgenommen worden seien, auf denen Wähler drei Kreuze bei einem Kandidaten und zusätzlich dessen Partei angekreuzt hätten. Diese Variante sei zulässig, es sei dann nur die Persönlichkeitsstimme gültig. Insgesamt handele es sich um etwa 60 Kreuze, di so nicht mitgezählt worden seien. "Das sind weniger als zwei Promille bei fast 30.000 Kreuzen und es liegt eigentlich im Marginalbereich", sagt Schulz. Da aber schon zehn Kreuze das Ergebnis verändern könnten, werde nun nachgezählt.

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