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Nina Weger und die Saubande

Empelde Nina Weger und die Saubande

Keine Geschichtsstunde, aber eine Stunde voller Geschichten erlebten die Dritt- und Viertklässler der Theodor-Heuss-Schule. Autorin Nina Weger las aus ihren Kinderbüchern vor. Am Ende musste sie noch viele Autogramme schreiben.

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Autorin Nina Weger liest in der Theodor-Heuss-Schule.

Quelle: Oehlschläger

Empelde. Gespannt sitzen die Kinder auf ihren Stühlen, während Autorin Nina Weger ihre Geschichte von der Saubande vorliest. Würden Matheo und sein Hausschwein Max am Ende die rote Brotdose aus der Schule sicherstellen können? Wenn nicht, könnte ihre Freundin Polly von der Schule fliegen. Denn sie wird verdächtigt, eine Mitschülerin mit einer Tollkirsche vergiftet zu haben. Daher wollen die Spürnasen im zweiten Teil "Polly in Not" herausfinden, wessen Fingerabdrücke auf der Brotdose des Opfers zu finden sind.

Für die Schüler, die nach ihrer Lesung Lust bekommen haben, selbst eine Geschichte zu schreiben, hat Weger ein paar Tipps parat. "Zuerst brauche ich eine Frage", sagte die Kinderbuchautorin. Beispielsweise: Gelingt es der Saubande, Pollys Unschuld zu beweisen? Dann teile sie ihre Geschichte in drei Abschnitte: Anfang, Mitte und Ende, jeweils mit einem Wendepunkt dazwischen. "Und so taste ich mich Stück für Stück voran", sagte Weger. Und das braucht Zeit: Bis aus der Idee bis ein bebildertes Exemplar gedruckt werden könne, vergehe etwa ein Jahr, sagte die Autorin. Fünf Bücher hat sie bisher geschrieben.

Ob sie ihren Beruf mag, wollte eine Schülerin wissen. "Ich liebe, was ich tue", sagte die Kinderbuchautorin, die nebenbei zur ehrenamtlichen Leitung des Kinderzirkus' Giovanni in Wettbergen zählt. So könne sie über Dinge schreiben, die sie interessierten und sei zudem ihr eigener Chef, sagte die 45-Jährige.

Sie macht sich Gedanken über die Jugend, die so wortkarg seien, wenn sie sich über Kurznachrichten auf dem Handy unterhielten. Über die zunehmende Digitalisierung denkt sie daher: "Man muss dem Schnellen und Flüchtigen auch etwas entgegensetzen."

Dass Kinderbücher noch immer begeistern können, zeigte ihre Lesung. Die Schüler zuckten zusammen, als Spürschwein Max einen Papproboter umwarf und mussten lachen, weil sein Hintern zu groß war, um sich in einem Karton zu verstecken. Und nachdem sie mehr als vier Stunden vorgelesen hatte, musste Weger unverzüglich wieder schreiben - nämlich zahlreiche Autogramme.

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Holten sich ein Autogramm: Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3a und 3d.

Quelle: Oehlschläger

Von Nils Oehlschläger

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