Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Reparatur soll Aquaplaning verhindern

Ronnenberg Reparatur soll Aquaplaning verhindern

Zügiger Baufortschritt: Auf der Bundesstraße 217 geht die Reparatur der Fahrbahndecke schnell voran. Nach derzeitigem Stand soll die neue Asphaltschicht zur Minimierung von Schleudergefahren bereits am Donnerstag fertig werden. Möglicherweise kann die Sperrung früher als geplant aufgehoben werden.

Voriger Artikel
Wer will mit nach Duclair?
Nächster Artikel
Auto wird fast zwischen Schranken eingesperrt

Auf der Bundesstraße 217 tragen Mitarbeiter einer Straßenbaufirma zurzeit eine neue Fahrbahndecke mit stärkerem künstlichen Gefälle auf.

Quelle: Ingo Rodriguez

Ronnenberg. Nur drei Tage nach dem Einrichten der Vollsperrung und schon eineinhalb Tage nach dem Beginn der Bauarbeiten zwischen Ronnenberg und Hannover-Wettbergen stehen die Vorzeichen für einen zügigen Abschluss der Fahrbahnsanierung gut. „Wir liegen sehr gut im Zeitplan. Wenn das Wetter mitspielt, werden die Asphaltierungsarbeiten schon am Donnerstag beendet“, sagt der Baustellenleiter der beauftragten Straßenbaufirma aus Papenburg. Nach dem langen Osterwochenende sollen am Dienstag bereits neue Markierungen aufgetragen und die Leitplanken wieder aufgebaut werden. Nach den Restarbeiten könne die Strecke möglicherweise am Mittwochabend wieder frei gegeben werden – zwei Tage früher als geplant.

Nur etwa zwei Jahre nach der jüngsten Sanierung der B 217 zwischen Wettbergen und Ronnenberg war die erneute Reparatur notwendig geworden, weil sich auf einem etwa 200 Meter langen Streckenabschnitt bei starkem Regen mehrfach schwere Verkehrsunfälle wegen sogenannten Aquaplanings ereignet hatten. Aquaplaning – so nennen es Experten, wenn Autofahrer bei Regen mit ihrem Wagen ins Schleudern geraten, weil die Reifen über einen Wasserfilm gleiten. Nach den Unfällen hatte die Straßenmeisterei Wennigsen dort ein Tempo-70-Limit angeordnet. Nach einer weiteren kritischen Betrachtung mit der Polizei und der Verkehrsbehörde galt dort bei Nässe sogar ein Tempo-50-Limit – um die Gefahrenstelle vor dem derzeitigen Umbau zu entschärfen.

Laut Straßenmeisterei war der Abschnitt bislang so gefährlich, weil dort der Regen auf der Fahrbahn in einer S-Kurve weder in Längs- noch in Querrichtung abfließen konnte. Wegen des fehlenden Gefälles habe sich das Wasser gestaut, und bei höheren Geschwindigkeiten sei es zu Aquaplaning gekommen, hatte die Straßenmeisterei den erneuten Umbau Anfang des Jahres begründet.

Vorwürfe an die nun erneut tätige Baufirma gab es weder von der Straßenmeisterei noch von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. „Wir haben die Richtwerte eingehalten“, sagt der Baustellenleiter. Um die Risiken zu minimieren, sei nun der Asphalt abgefräst und eine sogenannte Schrägverwindung in die neue Schicht eingebaut worden. Das künstliche Gefälle verhindere nun, dass sich Wasser staue. Die Umbaukosten belaufen sich laut Landesbehörde auf etwa 250 000 bis 300 000 Euro.

Tankstellenbetreiber beklagt deutliche Einbußen

Der Betreiber der Tankstelle an der B 217 in Ronnenberg klagt wegen der Vollsperrung über erhebliche Umsatzeinbußen – obwohl das Geschäft von Ronnenberg aus zu erreichen ist. „Wir sind wie abgeschottet. Es kommen höchstens Anwohner von nebenan. Wenn das länger als drei Wochen dauert, geht ein Geschäftsmann in die Knie“, sagt Betreiber Vaybil Ümit.

Er spricht von Einnahmeausfällen von rund 65 Prozent. Auch deshalb will sich Ümit für eine bessere Ausschilderung einsetzen. Dass die Tankstelle trotz Sperrung und Umleitung zu erreichen sei, könnten Autofahrer auf den Schildern kaum erkennen. „Viele sehen am Ihmer Tor nur die auffälligen Hinweise, dass die B 217 in Richtung Hannover dicht ist, und merken dann erst im Vorbeifahren, dass die Tankstelle doch angefahren werden kann."

doc6ughglxm95d1dzmui8tm

Fotostrecke Ronnenberg: Reparatur soll Aquaplaning verhindern

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten

Ungezählte ehrenamtliche Helfer unterstützen die diakonischen Einrichtungen. Ihre Arbeit soll während der "Woche der Diakonie" besonders gewürdigt und vorgestellt werden. mehr

doc6x4zsaebx0gb159bdha
Von einem Fußweg, der keiner mehr ist

Fotostrecke Ronnenberg: Von einem Fußweg, der keiner mehr ist