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Bäume machen manchmal Ärger

Ronnenberg Bäume machen manchmal Ärger

Große Bäume sind nicht immer wohlgelitten – wegen der dicken Wurzeln oder weil sie nicht standsicher sind. Was mit den Gewächsen letztendlich geschieht, regelt die städtische Baumschutzsatzung.

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Diese mächtige Kastanie im Immenweg in Ihme-Roloven soll 1871 gepflanzt worden sein.

Quelle: Kerstin Siegmund

Ronnenberg. Ruckzuck die Kettensäge anwerfen und weg ist der Baum: So einfach ist es nicht, wenn Äste oder Wurzeln Ärger machen. Der Erhalt eines Baumes gilt als oberstes Gebot der Baumschutzsatzung, die gleichermaßen für private und öffentliche Bäume gilt. Ein aktuelles Beispiel gibt die stattliche Linde in der Straße Kapellenfeld in Ihme-Roloven.

Bei einem Ortstermin fanden der Ortsrat und die Stadtverwaltung einen Kompromiss für den Baum, der im öffentlichen Raum steht und dessen Wurzeln den Straßenbelag aufbrechen lassen. Bei einigen Anwohnern ist der Laubbaum deshalb nicht mehr wohlgelitten. Nun sollen die Schäden an der Straße ausgebessert werden, kündigte der städtische Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler an. „Es wäre ein Jammer, wenn der Baum weg käme“, sagte die frühere Ortsbürgermeisterin Uta Tubbe.

Die abwartende Vorgehensweise gilt für weitere Bäume, die auf öffentlichen Grundstücken stehen. Im Rahmen der Gefahrenabwehr hat die Verwaltung eine Robinie an der Benther Straße ins Visier genommen. Geplant sei zunächst ein Entlastungsschnitt der Baumkrone, teilt die Stadt mit. Bei Ausführung der Arbeiten wird dann durch den städtischen Gärtnermeister vor Ort entschieden, inwieweit der Rückschnitt ausreicht oder eine Fällung notwendig erscheint. Aufgrund eines Risses im Stamm sei die Standsicherheit der Robinie gefährdet und ein schnelles Handeln notwendig.

Gleiches gilt für drei Pappeln im Bereich des städtischen Lagerplatzes an der Straße In der Beschen in Empelde. Auch dort müssen die Baumkronen ausgedünnt und somit entlastet werden, damit die Bäume nicht umstürzen. Der Gärtnermeister will ebenfalls kurzfristig vor Ort entscheiden, ob der Rückschnitt genügt oder die Kettensäge zum Einsatz kommt.

Der städtische Gärtnermeister schaut sich aber auch die Bäume auf Privatgrundstücken an und entscheidet vor Ort, ob die Gründe für eine – bei der Stadt zu beantragende – Beseitigung nachvollziehbar und berechtigt sind.

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Solche Schäden können wie Wurzeln großer Bäume anrichten: Ein Beispiel aus dem Immenweg in Ihme-Roloven.

Quelle: Kerstin Siegmund
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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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