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Bald Strafzettel für Hundehalter?

Ronnenberg Bald Strafzettel für Hundehalter?

Ronnenbergs Grüne wollen nicht nur Falschparker intensiver überwachen lassen. Der Kontrolleur, den die Stadt demnächst neu einstellt, soll auch Hundehalter und Müllfrevler ins Visier nehmen. Darauf haben sich Politiker und Verwaltung am Mittwochabend im Finanzausschuss verständigt.

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Diese Hundehalterin, die den Haufen aufsammelt, hat nichts zu befürchten, wenn Ronnenbergs neuer Kontrolleur unterwegs ist.

Quelle: Rainer Jensen

Ronnenberg. Leute, die in Ronnenberg die Regeln für die öffentliche Ordnung ignorieren, sollen nicht mehr ungeschoren davon kommen. Das fordern die Grünen - und haben dafür am Mittwochabend im Finanzausschuss eine breite Mehrheit in den Ratsfraktionen und in der Verwaltung gefunden.

Hundehalter, die den Kot ihrer Vierbeiner auf Grünflächen und Gehwegen liegen lassen und Bürger, die ihren Müll einfach in die Gegend werfen, müssen bald damit rechnen, dass sie für diese Ordnungswidrigkeiten zur Rechenschaft gezogen werden. Der grüne Ratsherr Jens Williges will das Aufgabenspektrum des Kontrolleurs erweitern, den die Stadtverwaltung in diesem Jahr einstellen wird. Der neue Mitarbeiter, für den die Stadt auf Antrag von CDU und FDP eine volle Stelle schafft, soll vorrangig den ruhenden Verkehr überwachen. "Er soll aber auch auf andere Ordnungswidrigkeiten achten", forderte Williges.

Der städtische Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler wies darauf hin, dass "unsere Außendienstmitarbeiter jetzt schon mit offenen Augen durch die Stadt gehen". Inwieweit der neue Kontrolleur zusätzliche Aufgaben erledigen könne, sei fraglich. "Wenn der ruhende Verkehr intensiver überwacht werden soll, bleibt nicht mehr viel für anderes", sagte Zehler.

Die Verwaltung rechnet für dieses Jahr mit 21.000 Euro Einnahmen aus den sogenannten Knöllchen für Falschparker. Der Mitarbeiter, der bisher in Teilzeit unterwegs war, hatte Strafzettel für 9000 Euro geschrieben. Der geplanten Mehreinnahme aus den Bußgeldern stehen 15.000 Euro zusätzliche Personalkosten gegenüber.

Der Vorstoß der Grünen rief bei Dieter Herbst Empörung hervor. "Das ist unser Antrag, den ich schon vor Jahren gestellt habe und den die Grünen abschmetterten", sagte der Freidemokrat. Allerdings sei es toll, dass die Grünen jetzt Einsicht zeigten. Williges konterte, dass die Grünen nicht die Kontrollen, sondern zusätzliche Personalkosten ablehnen würde.

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