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KSG und Stadt schaffen günstige Wohnungen

Empelde KSG und Stadt schaffen günstige Wohnungen

An der Nenndorfer Straße ist gestern offiziell ein Bauprogramm für bezahlbare Wohnungen gestartet worden - als ein Pilotprojekt möglicherweise für die gesamte Region Hannover.

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Polier Peter Lackinger, Regionsdezernent Erwin Jordan, Ronnenbergs Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler, KSG-Geschäftsführer Karl Heinz Range und Regionspräsident Hauke Jagau bei der Grundsteinlegung

Quelle: Kerstin Siegmund

Empelde. Zwölf Drei- und Vierzimmerwohnungen entstehen an der Nenndorfer Straße. Im Sommer 2016 wird das dreigeschossige Gebäude mit 850 Quadratmetern Fläche bezugsfertig sein, berichtet KSG-Geschäftsführer Karl Heinz Range am Mittwoch, bevor er mit Regionspräsident Hauke Jagau, Sozialdezernent Erwin Jordan und Ronnenbergs Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler die Grundsteinlegung auf dem 1800 Quadratmeter großen Grundstück in Höhe des Wohnparks am See vornimmt.

Das Bauvorhaben hat Modellcharakter. Es gilt als Prototyp für soliden, preiswerten Wohnraum, an dem es im Umland von Hannover seit Jahren merklich fehlt. "Das letzte Programm für sozialen Wohnungsbau ist 1997 ausgelaufen", bestätigt Range. In das Mehrfamilienhaus in Empelde investiert die KSG nach eigenen Angaben 2,35 Millionen Euro. Nach der Fertigstellung ziehen dort Flüchtlingsfamilien ein. "Wir stellen uns der Herausforderung, eine menschenwürdige Unterbringung zu fairen Kosten zu ermöglichen", sagt der Geschäftsführer.

Nach zehn Jahren steigt die Region Hannover mit einem Wohnungsbauförderprogramm in das Projekt ein. Die Immobilie wird von der KSG modernisiert und steht dann allen Bürgern mit geringem Einkommen zur Verfügung, die Anspruch auf eine öffentlich geförderte Wohnung haben. "Hier fällt der Startschuss für acht und mehr Projekte, die eine gute Unterbringung ermöglichen. Gebaut werden solide Häuser und keine Kisten, die nach ein paar Jahren umfallen", lobt Hauke Jagau die Nachhaltigkeit des Vorhabens.

Ronnenberg ist die erste Kommune, die bei dem Wohnprojekt mitmacht und dafür ein städtisches Grundstück an die KSG verkaufte. Laatzen, Lehrte, Sehnde und Uetze werden folgen, drei weitere Kommunen suchen noch nach geeigneten Grundstücken, berichtet KSG-Mitarbeiter Sascha Vogel.

Ronnenbergs Wohnraumbeschaffungsprogramm sieht insgesamt 357 Wohnungen vor, die innerhalb von drei Jahren gebaut werden sollen. Das Mehrfamilienhaus der KSG ist der erste Baustein. An der Nenndorfer Straße hat die Kommune weitere Grundstücke an private Investoren verkauft – für drei Gebäude mit jeweils 14 Wohneinheiten. Das benachbarte Seniorenpflegeheim Integra will darüber hinaus vier Wohnhäuser errichten. „In zwei davon mietet sich die Stadt ein“, sagt Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler. Ein weiteres, 3500 Quadratmeter großes Grundstück ist ebenfalls für den Wohnungsbau vorgesehen. Weitere Mietwohnungen entstehen am Rathaus. Auf ehemals städtischem Grund will ein privater Investor vier Häuser mit 24 Wohneinheiten für 120 Personen bauen.

Bezahlbarer Wohnraum soll auch im Ohefeld in Ronnenberg und an der Bröhnstraße in Weetzen mit jeweils zwölf Wohneinheiten sowie mit 21 Wohnungen in Empelde-Mitte entstehen. Für diese Projekte ist ebenfalls die KSG im Gespräch.

Auch auf dem Areal der katholischen Kirche in Empelde, an der Nenndorfer Straße in Höhe des Friedhofs und auf dem Zuckerfabriksgelände in Weetzen sollen in absehbarer Zukunft Mietwohnungen gebaut werden.

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So soll das Wohngebäude an der Nenndorfer Straße aussehen.

Quelle: KSG
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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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