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Benther Kinder erfahren, was früher war

Ronnenberg Benther Kinder erfahren, was früher war

Die Barrieren zwischen den Generationen aufbrechen - das war ein Ziel der historischen Schnitzeljagd des Bauwagen-Projektes in Benthe. Rund zwei Stunden waren 18 Jungen und Mädchen im Dorf unterwegs und erfuhren von Senioren Interessantes aus der Vergangenheit des Ortes.

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Die Kinder erobern die ehemaligen Benther Bergterrassen.

Quelle: Uwe Kranz

Benthe. Drei Rätsel führten die Benther Kinder auf die Spur der Dorfhistorie. Die dazugehörigen Geschichten erzählten jeweils Senioren aus dem Ort. "Wir wollen den Kindern zeigen, dass sie ruhig ältere Leute etwas fragen können. Zudem sollen sie Dinge über den Ort erfahren, die nicht zum Schulstoff gehören", sagt Bauwagen-Organisatorin Lisa Maack.

Lange benötigten die beiden Kindergruppen nicht, um die Rätsel zu lösen. Schon Sekunden, nachdem sie die erste Aufgabe vorgelesen hatten, machten sie sich auf den Weg zum ersten Ziel - den Benther Bergterrassen. Dort wartete Friedrich Maage. Das Benther Urgestein erzählte von seiner Kindheit und vielen Besuchen des früheren Ausflugslokals, von dem nach einem Brand 1974 heute nur noch Ruinen übrig sind. "Wollt ihr meinen Lieblingsplatz sehen?", fragt der Senior die Kinder, die aufmerksam seinen Geschichten lauschen. Alle sind begeistert. Und so führt Maage die Gruppe auf die früheren Terrrassen, wo heute schon hohe Bäume wachsen.

Dann geht es weiter zur alten Schmiede gegenüber der Grundschule. Dort wartet Magdalene Schmedes, deren Familie die Schmiede einst betrieben hat. "In Benthe gab es ganz viele Bauern", erzählt sie den Kindern. Diese hätten für die Landarbeiten viele Pferde eingesetzt, die wiederum Hufeisen benötigten. Als sie ein solches aus der Tasche zieht, sind die Kinder fasziniert. "Ein echtes Hufeisen! Woher hast du das?", fragt ein Mädchen. Doch Schmedes hat noch mehr zu zeigen. Im Vorgarten ihres Hauses in der Bergstraße steht noch der alte Amboss, den die Kinder ebenfalls bestaunen dürfen.

Dritte und letzte Station sind die Sieben-Trappen-Steinen, an denen der Pate des Denkmals, Michael Kühn, wartet. Der stellvertretende Ortsbürgermeister erzählt den Jungen und Mädchen die Sage von den markanten Steinen. Danach geht es zurück zum Bauwagen, wo auf alle Teilnehmer als Lohn für den beachtlichen Marsch durch den Ort eine Überraschungstüte wartet.

Organisatorin Maack ist mit dem Verlauf der Schnitzeljagd vollauf zufrieden. "Die Teilnehmerzahl mussten wir bei 20 begrenzen", sagt sie. "Schließlich sind wir mit den Kindern im Ort unterwegs." Für alle, die nicht mitmachen konnten, hat sie aber auch eine gute Nachricht. "Wir werden die Schnitzeljagd in den Sommerferien noch einmal machen", sagt sie. Dann sollen neue Ziel dazukommen.

Erfolgreiches Ferienprogramm

Das Osterferienprogramm des Jugendbauwagens in Benthe umfasst ein Dart- und Kickerturnier, eine Ponyreitaktion, die kurzfristig auf Wunsch der Kinder noch organisiert wurde - und die historische Schnitzeljagd. Die Aktionen wurden unter anderem durch eine Spende der PSD-Bank und viel ehrenamtliches Engagement ermöglicht. Von den gespendeten 1000 Euro wurden ein neuer Kickertisch angeschafft, Farbe gekauft, mit der der Bauwagen gestrichen wurde und alle weiterem Aktionen in diesem  Jahr (wie beispielsweise zu Halloween und Nikolaus) sowie Materialanschaffungen finanziert. "So eine große Spende ist für den Bauwagen als ehrenamtliches Projekt fantastisch", sagt Bauwagen-Oranisatorin Lisa Maack.

Während der Ferien hat der Bauwagen noch täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, während der Schulzeit mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr. Die Bauwagen Jugendgruppe trifft sich jeden ersten Mittwoch im Monat um 16 Uhr im Bauwagen.

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