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Bildungsarbeit steht im Fokus

Ronnenberg Bildungsarbeit steht im Fokus

Die Landfrauen haben Grund zum Feiern. Der Verein besteht seit 70 Jahren und hat sich seit der Gründung nicht nur vergrößert, sondern stetig den gesellschaftlichen Veränderungen angepasst.

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Ulrike Wissel-Baumgarte (links) aus Vörie und Petra Grefe aus Gehrden führen den Landfrauenverein gleichberechtigt.

Quelle: Kerstin Siegmund

Ronnenberg. Als Anneliese Wullkopf aus Ohlendorf, Anneliese Grefe aus Gehrden, Erika Schrader aus Badenstedt, Annie Baumgarte aus Vörie, Marlies Bartels-Goslar aus Hemmingen, Marie Schmedes aus Empelde, Elsbeth Haller aus Ronnenberg und Auguste Weber aus Holtensen den Landfrauenverein im Juni 1946 aus der Taufe hoben, waren 60 Frauen bei der Gründungsversammlung im Gasthaus Eckel in Ronnenberg dabei. Im Februar 1947 kam Gehrden hinzu.

Das Jubiläum 70 Jahre später, feiern voraussichtlich etwa 200 von aktuell 400 Mitgliedern. Briketts zum Heizen des Saales wie zu den Versammlungen in den ersten Wintern nach der Gründung müssen die Teilnehmer aber nicht mitbringen. Es waren ausschließlich Bäuerinnen, die den Verein gründeten. Sie mussten nach dem Zweiten Weltkrieg ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen. "„Um ab und zu einmal vom Hof zu kommen, denn an Urlaub war nicht zu denken, und um ihren Horizont zu erweitern, taten sie sich zusammen", erläutert Ulrike Wissel-Baumgarte die Historie.

Der Verein nahm eine rasante Entwicklung, im August 1950 gehörten schon 203 Frauen dazu. "Aus der Chronik geht hervor, dass Frauen, die ihre Biene nicht am Revers trugen, eine Strafe zahlen mussten", berichtet Petra Grefe. Das als fleißig bekannte Insekt ist das Verbandsabzeichen der Landfrauen. und wird – strafrei – als Kettenanhänger oder Brosche getragen. Ab 1960 war viele Jahrzehnte das Leineschloss in Hannover der monatliche Treffpunkt der Landfrauen aus dem südwestlichen Umland."„Die Fahrt in die Stadt wurde meist mit einem Einkaufsbummel verbunden", sagt Grefe. Heute treffen sich die Frauen abwechselnd in Holtensen, Northen und Empelde.

Die Bildungsarbeit steht nach wie vor im Vordergrund. Von Anfang an gehörten Vorträge zum Programm. Dazu waren sogar manchmal Männer willkommen. "Die Themen wurden immer moderner", meint Grefe. Genauso wie die Mitglieder jünger wurden. "Heute wollen jüngere Frauen Mitglied werden", freut sich Wissel-Baumgarte.

Die Jubiläumsfeier des Landfrauenvereins Gehrden-Ronnenberg-Hemmingen am 7. Oktober im Ratskeller in Pattensen bildet den Auftakt für das neue Jahresprogramm, das federführend die Vorsitzenden Ulrike Wissel-Baumgarte und Petra Grefe ausgearbeitet haben. Bildungsangeboten stehen dabei im Fokus. Dabei wird der Vorstand von der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) unterstützt.

Einmal im Monat – außer im Juli und August – werden den Frauen Vorträge angeboten. Im November berichtet Christa Gaßmann von ihren Erfahrungen als Au-Pair-Oma in Kanada. Der Reformator Martin Luther steht im Dezember im Mittelpunkt. Im Januar berichtet Reinhold Bretall von der Arbeit der Clinic-Clowns in Hannover, die sich um schwerkranke Kinder kümmern. Gesundheitsthemen und Reiseberichte vervollständigen das Programm.

Genauso wichtig wie die Vorträge sind auch die Fahrten, Seminare und Besichtigungen. Für das Jahresprogramm 2016/2017 sind Thedinghausen, die Fränkische Schweit sowie Clemenswerth als Ziele ausgewählt worden. Führungen durch Ricklingen und auf der Marienburg, der Besuch einer Kaffeemanufaktur in Hannover und ein Theaterbesuch runden das Programm ab. Die Landfrauen treffen sich zudem regelmässig in einer Wandergruppe, zum Yoga und zum Handarbeiten.

Das komplette Programm und weitere Informationen stehen im Internet unter kreislandfrauen-hannover.de.

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Zum Bildungsprogramm gehört auch ein Besuch des Europäischen Parlaments in Brüssel.

Quelle: Heidi Rabenhorst (Archiv)
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