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Größte Solaranlage der Stadt liefert Strom

Empelde Größte Solaranlage der Stadt liefert Strom

Strom für mindestens 65 Vier-Personen-Haushalte produziert eine Solaranlage auf dem Dach des E-Centers an der Chemnitzer Straße. Die Module sind einen Tag vor Weihnachten ans Netz gegangen. Finanziert wurden sie von Bürgern aus Ronnenberg, Barsinghausen und Hannover.

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Module, so weit das Auge reicht: Künftig erzeugt die Sonne Strom auf dem Dach des Einkaufszentrums an der Chemnitzer Straße.

Quelle: Andreas Lau

Empelde. Vier Jahre nach der Eröffnung des Fachmarktzentrums hat die Stadt Ronnenberg ihr Versprechen wahr gemacht. Seit 23. Dezember werden die Dachflächen des Fachmarktzentrums an der Chemnitzer Straße für die Produktion von Sonnenstrom genutzt. Die Module, aufgebaut von der Firma AS Projekte, erzeugen künftig etwa 290.000 Kilowattstunden Strom im Jahr. "Damit kann man mehr als 65 Vier-Personen-Haushalte versorgen", sagt Andreas Lau, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Solarkraft Fachmarkt Empelde GbR. Die Anlage werde die Umwelt um rund 3500 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid entlasten und damit einen großen Beitrag zur Senkung der Umweltbelastung leisten.
Den Weg für die Photovoltaikanlage - augenscheinlich die größte ihrer Art in Ronnenbergs Stadtgebiet - hat die Stadtverwaltung laut ihrem Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler schon vor Jahren geebnet. In einem städtebaulichen Vertrag mit dem Eigentümer des im September 2011 eröffneten Einkaufzentrums ist die Nutzung der Dachflächen zur Installation einer Photovoltaikanlage festgeschrieben worden.

Nachdem der Eigentümer selbst die Anlage nicht realisieren wollte, prüfte die stadteigene Energie- und Wasserversorgung (EWA) die Investition. Die Stadttochter scheute aber das finanzielle Risiko, das mit der Anlage verbunden ist.
Die Verwaltung holte Andreas Lau aus Empelde ins Boot, als ehrenamtlicher Geschäftsführer von 13 Bürgersolaranlagen ein Sonnenstrom-Profi. Ihm gelang es, Bürger aus Ronnenberg, Barsinghausen und Hannover für die Anlage zu begeistern. Diese erwarben Anteile für insgesamt 400.000 Euro. "Es musste schnell gehen", berichtet Lau. Die neue Anlage sollte noch vor Jahresende installiert sein, denn ab 1. Januar 2016 ändert sich die staatlich festgesetze Einspeisevergütung für Solarstrom. "Es gibt dann keine festen Erträge mehr, sondern man muss den Strom selbst verkaufen", sagt Lau.
Der Empelder ist freiberuflich als Energieberater für die Klimaschutzagentur Region Hannover tätig. In dieser Eigenschaft wirbt er für die Nutzung der Sonnenenergie und berät Hausbesitzer kostenlos zu den Möglichkeiten der Solarenergienutzung. Termine können unter der Telefonnummer (0511) 22 00 22 20 vereinbart werden.

Jeder Hausbesitzer und Gewerbeeigentümer könne eine Anlage auf sein Dach bauen lassen und damit seinen Teil dazu beitragen, Kohlendioxid einzusparen und unseren Kindern eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen, sagt Lau. Reich werde man damit nicht, aber es rechne sich angesichts der geringen Zinsen für herkömmliche Geldanlagen.

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Auf dem Dach des E-Centers ist Ronnenbergs bislang größte Solaranlage errichtet worden.

Quelle: Stephen Kroll (Archiv)
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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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