Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
CDU: Bündnis mit der SPD?

Ronnenberg CDU: Bündnis mit der SPD?

Nach der Wahl denken Ronnenbergs Parteien über die künftige Zusammenarbeit im Rat nach. Aber auch die Wahlanalyse steht auf der Tagesordnung.

Voriger Artikel
Einzugstermine rücken näher
Nächster Artikel
Wer hat in Benthe die Nase vorn?

Die Sozialdemokraten Rudi Heim (von links), Wolfgang Abicht, Paul Krause und Karin Reinelt nach der Wahl.

Quelle: Kerstin Siegmund

Ronnenberg. Schonungslos äußert sich die SPD zu ihrem Wahlergebnis. Die Partei ist zwar noch stärkste Kraft, hat aber 8,8 Prozent, das sind 1852 Stimmen, im Vergleich zur Kommunalwahl 2011 verloren. „Das Resultat ist unbefriedigend, es gibt keinen Grund zum Jubeln“, meint der Vorsitzende Rudi Heim.

Den Stimmenrückgang erklärt er zum einen mit dem Bürgermeisterbonus. Dieser habe zur Amtszeit von Wolfgang Walther (er war bis Ende 2013 Bürgermeister, die Red.) bei rund 3,5 Prozent gelegen. „Auch die 3,2 Prozent Linken-Wähler fehlen, die erstmals im gesamten Stadtgebiet antraten.“

Zudem dürfte die SPD der Hauptstimmenlieferant für die AfD gewesen sein, meint Heim. „Wir sind als stärkste politische Kraft abgestraft worden und dass, obwohl alle bisherigen Ratsparteien die städtische Politik in der Flüchtlingsfrage grundsätzlich genauso getragen haben.“

Die CDU als zweitstärkste Kraft ist im Vergleich zur SPD sehr gut aus der Wahl herausgegangen. Der Verlust liegt bei nur 335 Stimmen. Der Vorsitzende Andreas Burkhardt führt dieses Ergebnis auf die „gute Arbeit der Bürgermeisterin“ zurück. Er denkt laut über eine mögliche Zusammenarbeit im Rat nach.

„Wir sind zu Gesprächen bereit, aber nur mit den etablierten Parteien. Da CDU und SPD im Verwaltungsausschuss jeweils drei Sitze haben werden, bietet sich eine Zusammenarbeit sich an, aber nur auf Augenhöhe.“

Die Grünen in Ronnenberg haben 1118 Stimmen verloren, liegen laut Andreas Beichler trotzdem mehr als 3 Prozent über dem Landesdurchschnitt. „Wir gehören wieder zu den führenden gestaltenden Kräften. Die Arbeit wird spannend. Wir hoffen auf inhaltliche Diskussionen in der Sache ohne Populismus.“

Die Freien Wähler haben 482 Stimmen verloren, sind laut Torsten Jung aber „stolz und froh, den Wiedereinzug in den Rat geschafft zu haben. Wir keine Protestpartei, wie Linke und AfD. Wir wollen tatsächlich für und in Ronnenberg etwas bewegen.“ Das primäre Ziel für die nächsten Monate werde sein, viel mehr Menschen davon zu überzeugen, selbst aktiv zu werden und sich bei den Freien Wählern einzubringen, sagt Jung.

Die FDP ist ebenfalls zufrieden mit dem Wahlausgang. Die Partei hat 437 Stimmen hinzugewonnen. Insbesondere der Sprung in den Ortsrat Benthe sei eine gute Ausgangsbasis, meint der Vorsitzende Dieter Herbst.

doc6rg4cncfhjqbramdad

Die Grünen Dieter Albrecht (von links), Uwe Buntrock, Steffen Marklein, Dorothea Pein, Hans-Jürgen Pein, Jörg Rutzen, Michael Kühn, Christine Tröster-Rutzen sind mit dem Wahlergebnis zufrieden.

p

Quelle: Siegmund
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Die neuen Mitglieder des Stadtrates Ronnenberg

Die Bürger in Ronnenberg haben bei der Kommunalwahl auch über ihren Stadtrat abgestimmt. Die Mitglieder im Überblick.

Von Redakteur Kerstin Siegmund

doc6rn6zqe4mq9lvlhvfo2
Publikum verlangt musikalischen Nachschlag

Fotostrecke Ronnenberg: Publikum verlangt musikalischen Nachschlag