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Den richtigen Ton getroffen

Empelde Den richtigen Ton getroffen

Ein Musical bildet seit sieben Jahren den Abschluss jedes Schuljahrs an der Marie-Curie-Schule. In diesem Jahr öffnete sich am Sonnabendabend der Vorhang für das Jugendmusical „13“. Mehr als 120 Zuschauer waren dabei,

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Das Musical „13“ beginnt mit einer Tanzeinlage der jungen Schauspieler.

Quelle: Rabenhorst

Ronnenberg. Ein Jahr lang haben sich die Schüler aus dem Kurs Darstellendes Spiel und aus der Theater-AG auf das Musical vorbereitet. Kerstin Brocher-Scholz hatte offensichtlich das richtige Stück für die Jugendlichen gefunden und gemeinsam mit Klaus Tomczak Regie geführt. Die Akteure hatten an diesem lebensnahen Stück ebenso ihre Freude wie die Besucher.

Der aus New York stammende Evan Goldmann (Luca Vollkommer) muss nach Trennung seiner Eltern mit seiner Mutter nach Appleton ziehen, einem kleinen amerikanischen Ort im Nirgendwo. Evan soll in diesem „letzten Kaff“ leben, zur Highschool gehen und auch noch seine Bar-Mizwa, seine Beschneidung erleben, womit ein jüdischer Junge „zum Mann“ wird. Zum Fest der Bar-Mizwa gehört eine große Party mit allen Freunden - je größer, desto beliebter und anerkannter ist der junge Mann danach. Einfach ist seine neue Lebenssituation nicht für Evan, denn auch in Appleton gibt es die Revier- und Hahnenkämpfe der heranwachsenden Jungen und die leicht überzogen ausgespielten Zickenkriege zwischen den Mädchen.

Beschwingt-lockere Songs untermauern diese verwirrend-unruhige Stimmung und treiben das Stück voran.Dann ist es eigentlich nicht mehr so wichtig, ob zufällig Evan ein Date mit Kendra, gespielt von Ira Beil, hat oder doch lieber mit der Außenseiterin Patrice (Meryem Ebru Öz). Und es relativiert sich auch, ob es nun dem Starsportler Brett (André Asanowski) gelingt, auch an Kendra heranzukommen - oder ob sich dann schließlich doch Außenseiter Evan und die ebenfalls sehr eigenwillige Patrice finden. Es macht einfach Spaß zuzusehen.

Die Szenen sind flott und unterhaltsam gespielt. Luca Vollkommer singt und spielt einen Evan, der die Verkörperung eines Heranwachsenden auf dem Weg zum Mann darstellt, mit schöner, ausdrucksstarker Singstimme, die gelegentlich auch ein leichtes Kratzen der Stimmbänder erkennen lässt. Brett, Star-Quarterback, erhält in der körperbetonten Darstellung von André Asanowski den Ausdruck des Rädelsführers, zeigt aber auch so manche Naivität und Unbeholfenheit.

Mit der Auswahl des Stückes von Jason Robert Brown und Robert Horn haben Brocher-Schulze und Tomzcak den richtigen Ton getroffen. Das sahen auch die Besucher so: Sie bedankten sich nach zwei Stunden mit tosendem Applaus.

Von Heidi Rabenhorst

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