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Deutsch lernen macht Spaß

Ronnenberg Deutsch lernen macht Spaß

Der Willkommenskreis in Ronnenberg bietet Flüchtlingen zwei- bis dreimal in der Woche Deutschunterricht an. Anfangs gelingt die Kommunikation nur mit Händen und Füßen oder in Englisch - aber die Asylbewerber lernen schnell dazu.

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Asylbewerber lernen beim Sprachkurs des Willkommenskreises in Ronnenberg.

Quelle: privat

Ronnenberg. Im Oktober hat im Stadtteil Ronnenberg ein Willkommenskreis für Flüchtlinge seine ehrenamtliche Arbeit aufgenommen. 40 Bürger aus der evangelischen Kirchengemeinde im Alter von zehn bis 70 Jahren nehmen die Neuankömmlinge in Empfang und begleiten sie unter anderem bei Einkäufen, Behördengängen oder Arztterminen. Es gibt viele Sachspenden, die durch ein extra eingerichtetes Netzwerk dorthin kommen, wo sie gebraucht werden.

Im Willkommenskreis sind auch Sprachlerngruppen entstanden, die zwei bis dreimal wöchentlich lebendigen Deutschunterricht anbieten. Jeweils zehn bis zwölf Teilnehmer treffen sich im Gemeindehaus der Michaeliskirche sowie der katholischen Thomas-Morus-Kirche. Eltern können ihre Kinder mitbringen, weil parallel zum Deutschunterricht eine Kinderbetreuung eingerichtet ist.

„Hier spielen die Kinder der Flüchtlinge mit den Kindern der Lehrkräfte“, berichtet Heike Otremba. Sie ist eine von jeweils zwei studierten Lehrkräften für jede Gruppe. Mit Hilfe eines Unterrichtswerks und praxisnahen Beispielsituationen vermitteln sie den Zuwanderern Deutschkenntnisse. Zusätzliche Lernhelfer betreuen einzelne Flüchtlinge und intensivieren so den Spracherwerb. „Wer Interesse hat, bei uns mitzuarbeiten, ist herzlich eingeladen, sich unseren Unterricht vor Ort anzuschauen“, wirbt Lehrkraft Kathrin Henne für eine Mitarbeit.

Die freundschaftliche Atmosphäre in den kleinen Lerngruppen fördere den Kontakt der Teilnehmer untereinander und schaffe zudem eine enge Beziehung zu den Lehrkräften. „Als Lehrerin gewinnt man einen guten Einblick in die verschiedenen Kulturen und Lebensweisen. Das macht das Arbeiten in unseren Sprachkursen spannend und reizvoll“, fügt Henne hinzu.

Am Anfang gelinge die Kommunikation oft nur auf Englisch oder mit Händen und Füßen. Doch schon nach wenigen Wochen könnten die Teilnehmer viele Alltagssituationen auf Deutsch bewältigen. „Einige Flüchtlinge haben in kurzer Zeit und mit viel eigenem Engagement die Sprache sogar so gut gelernt, dass sie als Übersetzer und Lernhelfer mitarbeiten“, freut sich Heike Otremba.

Informationen erhalten Interessierte, die mithelfen wollen, im Internet unter willkommen-ronnenberg.wir-e.de

Von Heidi Rabenhorst

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