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Die Bannmeile zeigt erste Erfolge

Weetzen Die Bannmeile zeigt erste Erfolge

An der Grundschule gilt eine Bannmeile - und sie scheint zu wirken: Weniger Elterntaxis halten an der Grundschule, Kinder kommen zu Fuß zum Unterricht

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An der Hauptstraße, vor dem Haupteingang der Schule, halten nach Einführung der Bannmeile nur noch vereinzelt Elterntaxis.

Quelle: Grundschule Weetzen

Weetzen. Mittwochmorgen hat die Polizei an der Bröhnstraße drei Fahrer erwischt, die in der Tempo-30-Zone zu schnell unterwegs waren. Einer von ihnen war ein Vater, der sein Kind zur nahen Grundschule bringen wollte. 37 Fahrzeuge sind von 7.15 bis 8 Uhr kontrolliert worden. „Das war eine routinemäßige Schulwegüberwachung“, sagt Axel Feldmann, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes der Polizei Ronnenberg. Mit 50 Stundenkilometern seien die Tempoverstöße moderat gewesen.

Dass sich die Verkehrssituation im Einzugsbereich der Schule entspannt hat, bestätigt auch die Rektorin Christine Lutz. „Die Bannmeile wird weitgehend eingehalten“, sagt die Schulleiterin. Diese Einschätzung würden auch die Elternvertreter teilen. „Das ist bei der Schulelternratssitzung deutlich geworden.“

Anlass für die Bannmeile waren gefährliche Situationen an der Schule morgens vor und mittags nach dem Unterricht. Die Stadt Ronnenberg hatte eine Tempo-30-Zone und ein absolutes Halteverbot vor der Schule ausgeschildert. Dies sowie Appelle und Diskussionen bei den Elternabenden blieben ohne Erfolg. Der Schulelternrat und das Lehrerkollegium beschlossen deshalb im Mai, eine freiwillige Bannmeile für Elterntaxis einzuführen. Diese gilt vor dem Schulgebäude an der Hauptstraße, im rückwärtigen Bereich an der Huhestraße und auf der Bröhnstraße als Zuwegung. Ziel der Aktion sollte sein, dass alle Schüler im Bereich der Schule selbstständig zu Fuß gehen. Die Straße soll frei von haltenden und parkenden Autos sein. „Damit können die Schüler den fließenden Verkehr besser einschätzen und sicher über die Straße gehen“, argumentierten die Elternvertreter.

Rektorin Lutz ist skeptisch, ob die Kinder tatsächlich dauerhaft zu Fuß zur Schule gehen. „Jetzt ist die gute Jahreszeit. Mal abwarten, wie die Situation im Herbst und Winter sein wird.“

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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