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Entwicklungsarbeit in der Karibik

Empelde Entwicklungsarbeit in der Karibik

Die Empelderin Sara Hoffmann geht für ein Jahr in die Dominikanische Republik. Dort leistet die 19-Jährige Entwicklungshilfe und betreut Umwelt- und Naturschutzprojekte.

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Sara Hoffmann geht für ein Jahr in die Dominikanische Republik. Dort leistet sie Entwicklingshilfe und wirkt an Umwelt- und Naturschutzprojekten mit.

Quelle: Wirausky

Empelde. Es hört sich nach Urlaub an. Für ein Jahr reist Sara Hoffmann am Sonntag in die Dominikanische Republik. Doch die 19-Jährige, die im Sommer ihr Abitur am Matthias-
Claudius-Gymnasium in Gehrden abgelegt hat, wird dort nicht unter Palmen an weißen Stränden liegen und Cocktails trinken. Im Gegenteil: Sie arbeitet in zwei Naturparks in der 720 000-Einwohner-Stadt Santiago de los Caballeros, die im Norden der Insel liegt – freiwillig. „Ich habe eine 40-Stunden-Woche“, sagt Sara. Untergebracht ist sie bei einer Gastfamilie.

Organisiert wird der Arbeitseinsatz über das Programm des Freiwilligendienstes „weltwärts“, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gefördert wird. Es übernimmt auch 75 Prozent der Finanzierung. In der Dominikanischen Republik wird Sara von einer heimischen Partnerorganisation betreut. Mit deren Mitarbeitern wird die 19-Jährige über Nutzungsmöglichkeiten der Parks nachdenken und nachhaltige Projekte entwickeln. In Santiago fehlen öffentliche Grünflächen.

Die Entscheidung, für ein Jahr in die Karibik zu gehen, hat Sara nicht zufällig getroffen. „Ich wollte in ein zentral- oder lateinamerikanisches Land“, sagt die Heranwachsende. Und da sie sich für Natur- und Umweltschutz interessiere, habe es nahegelegen, an solch einem Projekt mitzuwirken. Außerdem möchte sie nach dem Lernstress der zurückliegenden Monate Erfahrungen außerhalb Deutschlands sammeln, „und dabei auch etwas Sinnvolles machen, und nicht direkt nach dem Abitur studieren.“ Neu ist für die 19-Jährige das Leben im Ausland nicht. Das Schuljahr 2012/2013 verbrachte sie in den USA. „Das war toll“, sagt sie. Doch Sara ist sich sicher, dass das mit dem Leben in der Dominikanischen Republik nicht vergleichbar ist. „Das wird anders, aber dennoch sehr reizvoll“, sagt sie. Allein schon wegen des tropischen Klimas. Heiß und feucht sei es dort – zudem leben rund die Hälfte der Menschen in Armut. „Daran werde ich mich gewöhnen müssen“, sagt Sara. Sie freue sich auf eine neue Sprache, eine neue Kultur und eine neue Aufgabe.

Einen Haken hat der zwölfmonatige Aufenthalt in dem Inselstaat aber doch: 25 Prozent der Kosten muss sie über Spenden erwerben. Das sind etwa 2600 Euro. Dieser Betrag wird für das Programm verwendet. Davon werden kleinere Projekte wie Solarpanele für eine Schule, Schulgärten zur besseren Ernährung der Kinder oder der Bau von hygienischen Toiletten finanziert. Sara hofft deshalb auf Spenden aus ihrer Heimat. Wer sie, ihre Arbeit und das Freiwilligenprogramm „weltwärts“ unterstützen möchte, kann sich bei Sara per E-Mail an sara-
hoffmann@gmx.net melden.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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