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Keine Lösung für Parkprobleme in Sicht

Ronnenberg Keine Lösung für Parkprobleme in Sicht

Die Falschparker an der Nenndorfer Straße in Empelde bleiben ein Ärgernis. Zwar sind sich die Parteien einig, dass etwas getan werden muss, doch die Finanzierung weiterer Parkwächter ist angesichts der angespannten Haushaltslage umstritten.

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Regelmäßige Verstöße: Vor allem in den Abendstunden sind an der Nenndorfer Straße und an der Bruchstraße immer wieder Autos im Halteverbot abgestellt.

Quelle: Ingo Rodriguez

Empelde. Die Meinungslage ist eindeutig. Die Parksituation an der Kreuzung Nenndorfer Straße/Bruchstraße wird von allen politischen Parteien in Ronnenberg als Ärgernis eingestuft. Doch wie man den Autofahrern begegnen will, die ihre Fahrzeuge vor allem in den Abendstunden regelmäßig im absoluten Halteverbot abstellen, das ist noch immer unklar. Der Vorstoß von FDP-Ratsherr Dieter Herbst, drei oder vier geringfügig Beschäftigte einzustellen, die den ruhenden Verkehr zusätzlich zu der bislang beschäftigten Teilzeitkraft überwachen könnten, wurde vorerst zurückgestellt. Mit Blick auf die angespannten Haushaltslage ist eine derartige Investition umstritten.

Dabei ist die Notwendigkeit einer strengeren Überwachung durchaus erkannt worden. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der betroffene Bereich derzeit wegen Baumaßnahmen ohnehin kaum Parkflächen bietet. Spätestens nach Beendigung der Arbeiten rechnen die Politiker damit, dass es wieder verstärkt zu Parkverstößen kommt. "So kann es nicht weitergehen", sagt CDU-Ratsherr Carsten Selcho deshalb. "Eine härtere Haltung wäre sicherlich angebracht, weil kein Lerneffekt da ist." Das sehen auch die anderen Fraktionen so. Und bei der Verwaltung rennt die Politik damit sogar offene Türen ein. Mit der bisherigen Stelle, die 19,5 Stunden pro Woche umfasse, sei nur eine bestimmte Leistung möglich, erklärt Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler. "Aber wenn es so wichtig ist, dann geben sie uns doch die personellen Möglichkeiten, entsprechende Stellen auszuschreiben", ergänzt er.

Doch genau da liegt das Problem. Denn ob die Parksituation an der Nenndorfer Straße tatsächlich eine derartige finanzielle Mehrbelastung rechtfertigt, ist quer durch die politische Landschaft umstritten. "Ich denke, wir haben wesentlich stärkere Themen, die wir haushaltsrelevant angehen müssen", meint Torsten Jung von den Freien Wählern. Und auch die SPD-Ratsherrin Karin Reinelt äußert Bedenken. "Wir müssen wissen, ob wir uns das für ein paar Parksünder leisten wollen", sagt sie. Zumal es sich - wie Jung ergänzt - meist um Anwohner handele.

Im Stadtplanungsausschuss wurde der Antrag von Herbst mit Hinweis auf seine Haushaltsrelevanz zurückgestellt. Gut möglich, dass er demnächst im Rat noch einmal diskutiert wird. Doch eine schnelle Lösung des Parkproblems im Empelder Zentrum - soviel scheint sicher - ist nicht in Sicht.

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Regelmäßige Verstöße: Vor allem in den Abendstunden sind an der Nenndorfer Straße und an der Bruchstraße immer wieder Autos im Halteverbot abgestellt.

Quelle: Ingo Rodriguez
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