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Die Ihme fließt im neuen Bett

Hochwasserschutz Die Ihme fließt im neuen Bett

Seit Freitagvormittag fließt die Ihme bei Vörie nicht mehr durch die alte Wassermühle, sondern in einem neu angelegten Flussbett. Das Projekt dient sowohl der Natur als auch dem Hochwasserschutz.

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Die Ihme fließt bei Vörie in einem neu angelegten Flussbett.

Quelle: Kerstin Siegmund

Vörie. Einige der mehr als Hundert Bürger, die am Freitag den sogenannten Durchstich der Ihme gegenüber der Wassermühle in Augenschein nahmen, nennen es ein Jahrhundertprojekt. Zu Recht: Vor mehr als 200 Jahren ist die Ihme künstlich höhergelegt worden, um am Ufer mit Wasserkraft Getreidemühlen zu betreiben.

Nun ist der Fluss wieder tiefergelegt und gleichzeitig naturnah umgestaltet worden. Kernstück ist der 750 Meter lange sogenannte Umfluter, der den Höhenunterschied des Gewässers beseitigt. Damit ist der Weg frei – beispielsweise für Lachse, die in der Ihme ausgesetzt wurden und zum Laichen von der Nordsee zurück ins Deistervorland kommen.

In den vergangenen vier Wochen haben Mitarbeiter einer Firma aus Nienburg den neuen Flusslauf auf einer Wiese an der Regionsstraße zwischen Weetzen und Vörie per Bagger ausgehoben. Am Freitag wurde das letzte Hindernis beseitigt. Künftig wird der alte Ihmelauf nur noch in niederschlagsreichen Zeiten Wasser führen, um das Dorf Vörie vor Überschwemmungen zu schützen.

Ermöglicht haben das 240 .000-Euro-Projekt mehrere Ideen- und Geldgeber. Die Europäische Union, das Land, die Region, der Unterhaltungsverband Mittlere Leine, die Stadt Ronnenberg und die Landwirte der BiRo-Biogasanlage sind daran beteiligt. „Wenn wir unseren Geschäftsführer Friedrich Hüper nicht hätten, würde die Ihme noch lange im alten Bett fließen. Er besitzt die Kunst, verschiedene Behörden zusammenzubringen“, sagte Wasserverbandsvorsteher Eckehardt Baumgarte am Freitag.

Der frühere Naturschutzbeauftragte Willi Elies freute sich über das Projekt: „Es ist schön, das für die Natur zu haben – in einer Landschaft mit zu viel Mais- und Weizenfeldern.“

Kerstin Siegmund

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