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Die Stadt sammelt 20 Raumwiderstände zum Südlink

Ronnenberg Die Stadt sammelt 20 Raumwiderstände zum Südlink

Der Prozess zur Trassenfindung für die Stromautobahn Südlink hat gerade erst begonnen. Netzbetreiber Tennet hat Bürger und Kommunen aufgerufen, Raumwiderstände zu melden, die gegen die Verlegung von Erdkabeln in diesem Bereich sprechen. Die Stadt Ronnenberg hat eine stattliche Anzahl aufgelistet.

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In solchen Rohren könnten die Kabel für den Südlink verlegt werden.

Quelle: privat

Ronnenberg. Bis zum 29. November sammelt Tennet im Internet noch Hinweise, die den bislang noch sehr grob geplanten Trassenkorridor einschränken könnten. In diesem ersten Schritt geht es vornehmlich um natürliche Hindernisse, wie Moore, Flüsse oder Waldgebiete, aber auch um "europäisch geschützte Bereiche und Naturschutzgebiete", wie Wolfgang Zehler, Fachbereichsleiter bei der Stadt Ronnenberg erklärt.

Die jetzt erstellte Stellungnahme der Stadt enthält allerdings auch bereits solche Raumwiderstände, die erst später, vielleicht erst im Planfeststellungsverfahren eine Rolle spielen, wie zum Beispiel Biotope oder auch angrenzende Siedlungsentwicklungsflächen. "Wir wollten Tennet aber jetzt schon auch über diese Raumwiderstände in Kenntnis setzen", sagte Zehler. Insgesamt 20 Raumwiderstände umfasst die Liste, die seine Behörde an den Netzanbieter verschickt und auch an die Region Hannover weitergegeben hat, die die Einwände für alle ihre Kommunen bündelt.

Darin enthalten sind auch solche Raumwiderstände, die für Ronnenberg spezifisch sind. Wie das festgelegte Bergsenkungsgebiet zwischen Ronnenberg und Weetzen, dass aus geologischen Gründen gegen einen dortigen Trassenverlauf sprechen könnte. Andere Bereiche, wie die Flutungsgebiete des Hirtenbaches und der Ihme oder die im Regionalen Raumordnungsprogramm 2015 ausgewiesenen Vorranggebiete zur Freiraumsicherung könnten zumindest zusätzliche Untersuchungen und Genehmigungen erfordern und damit Zeitverlust für den Südlinkbau bedeuten. Die große Dichte an archäologischen Fundstelle könnte in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle spielen. "Wir sind alle sehr gespannt, wie das bewertet wird", sagt Zehler.

"Wir wollen die Trasse nicht anderen vor die Füße diskutieren", sagte Zehler, der die Stadt in einer engen Kooperation mit den Nachbarkommunen und der Region sieht. Vielmehr wolle Ronnenberg einen Beitrag dazu leisten, dass am Ende der möglichst optimale Trassenverlauf gefunden wird. Derzeit stehen noch zwei Korridore - je einer im Westen und im Osten der Region - zur Wahl. Eine Entscheidung für einen der beiden erwartet Zehler erst in etwa zwei Jahren.

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