Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -4 ° Nebel

Navigation:
Uraufführung: Theater inszeniert Todesmarsch

Empelde Uraufführung: Theater inszeniert Todesmarsch

Eine Uraufführung ist am Holocaust-Gedenktag am 27. Januar mit "Moshes zweites Leben" in der Empelder Marie-Curie-Schule zu sehen. In eindringlichen Szenen setzt sich das Theaterstück mit dem Todesmarsch jüdischer Häftlinge von Mühlenberg zum Konzentrationslager Bergen-Belsen auseinander.

Voriger Artikel
Deutsch lernen macht Spaß
Nächster Artikel
Die erste Sammelunterkunft steht

Andreas Daniel Müller (von links), Hanna Legatis und Gerrit Neuhaus stehen bei der Premiere des Theaterstücks "Moshes zweites Leben" in der Aula der Marie-Curie-Schule auf der Bühne.

Quelle: Danilo Kurtz

Empelde. Grundlage bilden zwei Interviews mit den Überlebenden Moshe Oster und Josef Dreilinger, die Mitarbeitern der Gedenkstätte Bergen-Belsen geführt haben. Darin schildern sie, wie sie Anfang April 1945 als damals 18- und 19-Jährige gemeinsam mit rund 360 weiteren bei der Hanomag eingesetzten Zwangsarbeitern von SS-Angehörigen zu Fuß nach Bergen-Belsen getrieben wurden.

Die beiden jungen Männer sind die Protagonisten des eineinhalbstündigen Theaterstücks, das Regisseurin Laetitia Mazzotti inszeniert und das für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene empfohlen ist. Fiktive Szenen auf Grundlage der Interviews geben die Stimmung und Gedanken von Moshe Oster (gespielt von Andreas Daniel Müller) und Josef Dreilinger (Gerrit Neuhaus) wieder. Sie zeigen die Brutalität der SS, das Chaos bei der Ankunft im Konzentrationslager, die Befreiung am 15. April 1945 durch die britische Armee und die Tage danach.

Das Stück thematisiert aber nicht nur den Leidensweg der beiden Häftlinge, sondern auch ihren jugendlichen Überlebenswillen und ihre Hoffnung auf ein Leben jenseits der nationalsozialistischen Unmenschlichkeit. Für die Rückkehr der Humanität steht eine britische Krankenschwester (Hanna Legatis), die einfühlsam versucht, das Vertrauen der jungen Männer zu gewinnen und sie auf das Leben nach der Gefangenschaft vorzubereiten.

Die Theaterproduktion ist ein Kooperationsprojekt des Fördervereins Gedenkstätte Ahlem, der Hannoverschen Kammerspiele, des theaters sýstema und der Theaterinitiative Bühnensturm. Die Aufführung in der Marie-Curie-Schule wird zudem vom Förderverein Erinnerungsarbeit Ronnenberg unterstützt.

Die Premiere von "Moshes zweites Leben" beginnt am Donnerstag, 27. Januar, um 19.30 Uhr in der Aula der Marie-Curie-Schule, Am Sportpark 1. Der Eintritt zu der Uraufführung ist kostenlos. Sitzplatzreservierungen sind per E-Mail unter erinnerungsarbeit.ronnenberg@gmx.de möglich. Weitere Aufführungen sind am Mittwoch, 2. Februar, und Freitag, 5. Februar, jeweils um 19 Uhr im Kindertheaterhaus Hannover, Kestnerstraße 18, zu sehen. Hier kostet der Eintritt zwölf Euro (ermäßigt zehn Euro).

Von Carsten Fricke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sl7mct6ya9p02ugizj
Die Zeit ist wie im Flug vergangen

Fotostrecke Ronnenberg: Die Zeit ist wie im Flug vergangen