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Die alte Straße wird modern

Weetzen Die alte Straße wird modern

Weetzen, drittgrößter Stadtteil von Ronnenberg, verändert sich. Weitere Neubauten geben der Hauptstraße ein modernes Profil.

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Neue Wohnhäuser sorgen für frischen Wind an der früheren Bundesstraße.

Quelle: Kerstin Siegmund

Weetzen. Die Hauptstraße wird zunehmend attraktiver. Nach der Herausnahme des überörtlichen Verkehrs vor 13 Jahren ist einiges geschehen entlang der früheren Bundesstraße. Im Herbst 2013 ließen die Region Hannover als Straßenbaulastträger und die Stadt Ronnenberg die frühere Fernstraße umgestalten – mit Parkbuchten und Baumscheiben, auf denen Spitzahorne wachsen.

Die Bäume greifen den Charakter der alten Hamelner Chaussee auf, die seinerzeit von Bäumen gesäumt bis nach Hannover führte. Diese ursprüngliche Optik ist heute nur noch auf dem Bettenser Berg erhalten geblieben – zwischen Münchhausenstraße und der Einmündung in die Umgehungsstraße der B 217.

Einige Neubauten geben der alten Hamelner Straße ein modernes Profil. Dazu hat auch die Stadt Ronnenberg beigetragen und das alte Schulgebäude modernisieren lassen. Deutlich sichtbar wird der Wandel aber einige Meter weiter, auf dem Gelände eines früheren Gasthauses mit Tankstelle. Die ehemaligen Eigentümer haben das Areal verkauft. Dort errichtet die Firma Nordisbau aus Hannover derzeit elf Reihenhäuser im Niedrigeffizienz-Standard 55 mit jeweils 125 Quadratmetern Wohnfläche.

Die ersten fünf Häuser sind im September bezugsfertig, die Arbeiten am Außengelände sollen kommende Woche beendet sein. Im zweiten Bauabschnitt entstehen bereits sechs weitere Wohneinheiten. Dort sei mit dem Richtfest im Oktober zu rechnen, sagt ein Nordis-Sprecher. „Alle Häuser sind bereits verkauft“, fügt er an.

Unweit der Hauptstraße, an der Einmündung Bröhnstraße, entsteht ein weiteres Neubaugebiet. Auf einem privaten Grundstück mit der Flurbezeichnung „Kirchhofsfeld“ sollen sechs kleine Mehrfamilienhäuser entstehen. Den Bebauungsplan hatte der Rat der Stadt im Februar verabschiedet.

Große Berge von Mutterboden sowie rechtwinklig angelegte Ausschachtungen, die auf dem spitz zulaufenden Areal zu sehen sind, haben allerdings nichts mit der Erschließung des Grundstücks zu tun. Der Bauherr musste vor Baubeginn archäologische Untersuchungen vornehmen lassen.

Ähnlich wie bei der Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg müssen Grundstücke im Rahmen der Baufeldfreimachung urgeschichtlich erkundet werden. Und bei einem Flurstück mit der überlieferten Bezeichnung Kirchhofsfeld sind die Denkmalpfleger besonders wachsam.

Die vorsorgliche archäologische Bodenuntersuchung des Flurstücks Kirchhofsfeld an der Bröhnstraße – dort sollen sechs kleine Mehrfamilienhäuser entstehen – hat keine Hinweise auf die Urgeschichte von Weetzen gebracht. „Es ist nichts dabei herausgekommen“, teilt Veronica König vom Landesamt für Denkmalpflege auf Anfrage mit. Bei dieser Sondierung werden verteilt über die Fläche mehrere Probegrabungen möglichst bis auf den gewachsenen Boden herunter geführt. Deutlich erkennbare Schichten ermöglichen den Archäologen einen ersten Überblick. „Die Erkenntnisse in Weetzen stammen aus der Neuzeit, sind also deutlich jünger als das Mittelalter“, sagt König. Laut Gesetz sind Bauherren in Niedersachsen seit etwa fünf Jahren verpflichtet, unter bestimmten Voraussetzungen ein Grundstück archäologisch untersuchen zu lassen.

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Von Kerstin Siegmund und Stephan Hartung

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