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Diskussion über teures Freibad beendet

Empelde Diskussion über teures Freibad beendet

Rat und Verwaltung sehen keine Möglichkeit, den Betrieb des Freibades an der Hansastraße kostengünstiger zu gestalten. Das wurde am Montagabend bei der Diskussion über die Ergebnisse eine Besucherbefragung deutlich.

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Das Freibad in Empelde.

Quelle: Ingo Rodriguez

Ronnenberg. Ein klares Bekenntnis zum Betrieb des Bades in städtischer Regie legte SPD-Ratsherr Uwe Specht im Bildungs- und Sozialausschuss ab. „Wir sind gut beraten, dass die Stadt das Bad weiter hegt und pflegt“, sagte der Empelder und fügte an: „Trotz des guten Sommers bleiben für die Stadt über 100.000 Euro Zuschuss.“ Diese hohen Kosten wollen CDU, FDP und Freie Wähler verringern. Sie setzen sich seit für die Überführung des defizitären Bades in eine Genossenschaft ein. Dieser Plan lässt sich nicht verwirklichen, wie die Besucherbefragung ergab. „5000 Euro wollen Bürger in eine Genossenschaft einbringen. Weniger als zehn Leute wollen ehrenamtlich im Bad tätig sein“, fasste Specht das ernüchternde Ergebnis zusammen. Aus der Befragung geht aber auch hervor, dass die Besucher größtenteils mit dem Bad zufrieden sind. „Ich bin erstaunt, wie positiv das Bad gesehen wird“, sagte Dorothea Pein (Grüne).

Ronnenbergs Erster Stadtrat Torsten Kölle macht deutlich, dass auf die Stadt weitere Investitionen für das Bad zukommen. Die Technik sei veraltet. „Der Wasserein- und -auslauf ist nicht, wie vorgeschrieben, getrennt. Die Dichtigkeit des Beckens muss grundlegend verbessert werden. Das Kleinkindbecken benötigt einen eigenen Wasserkreislauf“, nennt Kölle drei Beispiele. Die Wünsche der Badegäste für eine Attraktivitätssteigerung beispielsweise mit einem Sprungturm lasse sich nur realisieren, wenn die Beckentiefe vergrößert werde, sagt Kölle. Um eine Diskussionsgrundlage für die Zukunft des Bades zu erhalten, gab die Stadt für 8500 Euro ein Gutachten bei einem Ingenieurbüro für Wassertechnik in Auftrag. Das Entwicklungskonzept inklusive Kosten soll Ende dieser Woche im Rathaus vorliegen und anschließend den Ratsfraktionen zugeleitet werden.

Kommentar

Wir-Gefühl bleibt aus

Ernüchternd fällt die Einschätzung der Mehrzahl der Badegäste aus. Sie wollen weder Geld noch Zeit in das Freibad investieren, sondern sich dort einfach nur bei gutem Wetter entspannen. Das „parteiübergreifende Wir-Gefühl zum Erhalt des Freibades“, das die Freien Wähler heraufbeschwören wollten, hat sich bei den Bürgern nicht eingestellt. Das ist in einem städtisch geprägten Stadtteil wie Empelde auch nicht zu erwarten gewesen. Also bleibt das Bad ein Zuschussgeschäft für die Stadt, dessen hohe Kosten unter „dringend notwendige soziale Einrichtung“ abgebucht werden sollten.

Kerstin Siegmund

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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