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Bannmeilen auch an Kindergärten?

Ronnenberg Bannmeilen auch an Kindergärten?

Autos von links, Autos von rechts, dazu ein gefährliches Ein- und Ausparkchaos – und dazwischen Kinder die Schule erreichen wollen. Die Idee, die so genannten Elterntaxis aus Sicherheitsgründen von den Schulen zu verbannen wird immer populärer – neuerdings gilt das auch für Kindergärten.

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Auch mittags zum Schulende ergibt sich auf der Barbarastraße eine oft unübersichtliche und damit gefährliche Verkehrssituation.

Quelle: Uwe Kranz

Empelde. Das gute Beispiel aus Weetzen soll Schule machen. Auf freiwilliger Basis halten die Eltern, wenn sie ihre Kinder bringen oder abholen, einen Abstand von 200 Metern zur dortigen Regenbogenschule ein. Bedarf besteht aber auch andernorts. Eine stichpunktartige Besichtigung der Verkehrssituation ergab für die Theodor-Heuss-Schule in Empelde und die Grundschule in Benthe ein erhöhtes Gefahrenpotenzial. Hier könnten bei Zustimmung der Eltern die nächsten Bannmeilen eingerichtet werden. Parallel werde laut Erstem Stadtrat Torsten Kölle nun auch geprüft, „spezielle Bringzonen rund um Kinderbetreuungseinrichtungen“ in Ronnenberg zu errichten.
Und in den Kitas selbst wird diese Möglichkeit bereits eifrig diskutiert. So beschäftigte sich gestern Abend der Elternbeirat der integrativen Kindertagesstätte Inkitaro mit dem Thema. „Die Frage ist: Wer ist gefährdet?“, versucht es die Leiterin Gerlinde Eichhorn auf den Punkt zu bringen. „Wir müssen uns bewusst machen, dass die Kleinsten das schwächste Glied sind“, sagt sie und nimmt die Eltern in die Verantwortung. „Sie müssen darauf achten, dass nichts passiert.“
Auf dem gemeinsamen Parkplatz mit der Kita Ententeich entstünden immer wieder gefährliche Situationen, und auch an der Straße Am Wischacker könne nicht gut geparkt werden. „jedenfalls nicht, wenn man kleine Kinder aussteigen lassen will“, führt sie an.
Für viele Eltern zähle in der Stoßzeit vor den Betreuungseinrichtungen oft der Zeitfaktor. Das kann auch Elternsprecherin Daniela Freckmann verstehen. Persönlich würde sie eine Bannmeile an der Kita aber „sehr befürworten“. Neben dem Sicherheitsfaktor lernten die Kinder zu Fuß mehr über die Verkehrsregeln, und „auch für die Abläufe an der Kita wäre es besser“, meint sie. Schwierig sei es in ihren Augen, abzugrenzen, wer eventuell unter Umständen auch weiterhin bis auf den Parkplatz fahren dürfe.
Entscheidungen lassen sicher noch einige Zeit auf sich warten. Die Diskussion bei der Inkitaro gestern Abend bezeichnet Eichhorn lediglich als „ersten Meinungsaustausch“.

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