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Ein Dorf stellt sich den Neubürgern vor

Ihme-Roloven Ein Dorf stellt sich den Neubürgern vor

Festakt für Hinzugezogene: In Ihme-Roloven haben bei einem Dorffest alle ortsansässigen Vereine, Verbände und Organisationen ihre Angebote und Aktivitäten vorgestellt. Es war eine feierliche und stimmungsvolle Präsentation - für Neubürger, mit Treckertouren und Partyabend.

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Viele Angebote: Beim Dorffest ist nicht nur der Bastelstand der Kinderkirche ein Anziehungspunkt. Auch die Angebote der Feuerwehr (siehe Bildergalerie) und der weiteren Vereine sowie die Treckertouren durch das Dorf stoßen bei den Besuchern auf großes Interesse. An den Festzeltgarnituren auf dem Dorfplatz gibt es schon kurz nach der Eröffnung kaum noch freie Sitzplätze.

Quelle: Ingo Rodriguez

Ihme-Roloven. Verhaltenes Abtasten? Schüchternes Kennenlernen? Wer das erwartet hatte, sah sich gegen 16.30 Uhr mächtig getäuscht. Das Willkommensfest war noch nicht einmal 30 Minuten alt, da waren auf dem Platz vor dem Dorfgemeinschaftshaus schon kaum noch Sitzplätze frei. Der Musikzug der Feuerwehr spielte, am Grillstand hatte sich eine lange Schlange gebildet und an den Aktionsständen des Sportvereins und der Kapellengemeinde herrschte reger Andrang.

Genau so hatten sich das die Mitglieder des Ortsrates vorgestellt. Ortsbürgermeister  Hans-Hermann Fricke, Stellvertreter Torsten Baasner und SPD-Ratsherr Hendrik Albers, kooptiertes Mitglied des Ortsrates, lächelten zufrieden beim Anblick der Kulisse. Auf Initiative der SPD-Fraktion im Ortsrat hatten die Kommunalpolitiker nach einem Ortsratsbeschluss Anfang des Jahres vom Einwohnermeldeamt rund 150 Adressen von neu hinzu gezogenen Haushalten bekommen. "Wir haben alle Neubürger der vergangenen drei Jahre angeschrieben und direkt eingeladen", sagte der stellvertretende Ortsbürgermeister Baasner.

Hintergrund der Willkommensfeier: Eine Analyse habe ergeben, dass in Ihme-Roloven pro Jahr etwa 80 Haushalte neu hinzukommen, aber auch rund 80 aus dem 1000-Seelen-Dorf wegziehen, sagte Baasner. Das mache sich auch in den Vereinen und Organisationen bemerkbar: "Überall sinkende Mitgliederzahlen", sagte Baasner. Ziel der Feier sei es deshalb, die Neubürger in das Dorfleben einzubinden und so auch den Vereinen neue Akteure zu vermitteln. "Ein Fest als Win-Win-Situation", fasste SPD-Ratsherr Albers den Plan zusammen. Drei Treffen seien nur notwendig gewesen. Dann hatten die Vereine ihre Pläne für Angebotspräsentationen ausgearbeitet. "Um sich vorzustellen und Kontakte aufzubauen", sagte Albers.

Aus diesem Grund hatte der Ortsrat auch für den Ausschank zwei Festwirte engagiert: "Damit alle Helfer genügend Zeit für Gespräche haben", sagte Baasner. Er war in den Neunzigerjahren selbst neu nach Ihme-Roloven hinzu gezogen. "Damals wurde uns bei einer Planwagenrundfahrt der Ort gezeigt", sagte er. Das Organisationsteam habe diese Idee aufgegriffen. Und weniger Meter weiter startete Landwirt Friedrich Flachsbarth nahezu zeitgleich den Treckermotor, um rund 20 Festbesucher auf einem Anhänger durch das Dorf zu kutschieren. "Ist eine 20-Minuten-Tour zu den wichtigsten Standorten", sagte der Ortsbürgermeister und beobachtet grinsend, wie sich das Gespann in Bewegung setzte.

Leerlauf? Davon war auch an den weiteren Ständen nichts zu spüren: Kübelspritzen mit der Feuerwehr, Basteln mit der Kinderkirche, Ausprobieren von Instrumenten mit dem Musikzug - an den Aktionsstandorten und Informationsständen bildeten sich immer wieder Besuchergruppen. Der Sportverein hatte seine wichtigsten Trophäen aufgebaut, beim Naturschutzbund gab es Apfelsaft und die nahe liegende Kapelle war für Besichtigungen geöffnet. "Das Willkommensfest ist echt eine gute Sache", fasste Neubürger Bernd Ketzer die einhellige Meinung vieler Besucher zusammen.

Zum Abschluss war dann Tanzmusik und Partystimmung angesagt. Ein kräftiger Regenschauer konnte die Stimmung auf dem überdachten Dorfplatz nicht trüben. "Es ging bis weit nach Mitternacht", berichtete Ortsbürgermeister Fricke am Sonntag. Nun sei abzuwarten, ob sich die Aktion in näherer Zukunft an den Mitgliederzahlen widerspiegele.

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Fotostrecke Ronnenberg: Ein Dorf stellt sich den Neubürgern vor

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