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Eine Mutter als Bindeglied für Familien

Empelde Eine Mutter als Bindeglied für Familien

Dorota Wellner ist neuerdings als Stadtteilmutter im Familienzentrum der Johannesgemeinde tätig. Die 38-Jährige soll künftig speziell Familien mit Migrationshintergrund dabei unterstützen, sich besser in die Gemeinschaft zu integrieren. Sie wird bei Behördengängen und anderen Problemen helfen.

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Christiane Zimmermann (links), die Koordinatorin des Familienzentrums, und Pastorin Christiane Elster (rechts) nehmen die neue Stadtteilmutter Dorota Wellner in ihre Mitte.

Quelle: Björn Franz

Empelde. Eigentlich ist die Mutter von zwei Kindern schon mittendrin in ihrer neuen Aufgabe. Bereits jetzt betreut sie fünf Familien durch Hausbesuche und versucht, ihnen das Einleben in der neuen Umgebung zu erleichtern. "Es gibt Menschen, die das häusliche Umfeld nicht gerne verlassen", erklärt Wellner. Viele seien unsicher im Umgang mit den Behörden, bräuchten eine Begleitung bei Arztbesuchen - oder einfach nur einen Tipp, an wen sie sich bei Problemen wenden könnten. "Diesen Menschen möchte ich helfen", sagt die neue Stadtteilmutter.

Angestellt ist die gebürtige Polin, die mit neun Jahren gemeinsam mit ihren Eltern nach Deutschland kam, bei der Johannesgemeinde. Die hatte eine entsprechende Stelle bei der Region Hannover beantragt, die das bislang nur im Stadtgebiet durchgeführte Programm nun auch auf die Umlandkommunen ausweitet und sich an den Kosten beteiligt. Laut Pastorin Christiane Elster läuft die Anstellung zunächst für die Dauer eines Jahres, danach muss sie neu beantragt werden. "Wir schauen uns aber schon nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten um, falls die Region sich irgendwann nicht mehr beteiligen sollte", sagte Elster, die das Angebot unbedingt langfristig erhalten will.

Dass die Wahl auf Wellner fiel, war eigentlich nur eine logische Folge. Immerhin war sie zunächst als Mutter regelmäßig im Familienzentrum, später übernahm sie die Leitung von Spielgruppen und war auch darüber hinaus in der Gemeinde aktiv. Und nun soll sie eben anderen Familien dabei helfen, in der neuen Umgebung Fuß zu fassen. Sie selbst spricht deutsch und polnisch, hat aber auch Kontakt zu Stadtteilmüttern und Helfern, die andere Sprachen beherrschen. "So können wir Hilfestellungen in insgesamt 14 verschiedenen Sprachen anbieten", erklärt Christiane Zimmermann, die Koordinatorin des Familienzentrums.

Sie ist besonders froh darüber, dass die Gemeinde mit der jungen Polin eine ideale Ansprechpartnerin für Familien gefunden hat. "Mit ihrer offenen und freundlichen Art geht sie auf die Menschen zu und kann ihnen helfen", sagt Zimmermann. Erreichbar ist Wellner, die einen Monat lang in insgesamt 42 Unterrichtsstunden für die neue Aufgabe geschult wurde, unter der Telefonnummer (0171) 9844382 oder per Mail unter der Adresse stadtteilmutter.empelde@gmail.com.

Familienfrühstück mit der Stadtteilmutter:

Am Freitag, 7. April, stellt sich Dorota Wellner bei einem Frühstück im Familienzentrum der Johannesgemeinde, Hallerstraße 3, von 9.30 bis 11 Uhr vor. Dabei sollen Eltern mit und ohne Kinder aus Empelde angeregt werden, sich zu treffen, zu reden und voneinander zu lernen. Die Kosten für ein Frühstück mit Kaffee oder Tee betragen pro Erwachsener 3 Euro. Das Familienzentrum bittet zur besseren Planung um verbindliche Anmeldungen unter den Telefonnummern (0511) 2604752 bei Brigitte Faßmann oder (0176) 57861566 bei Christiane Zimmermann (auch SMS möglich) sowie per Mail an familienzentrum-johanneskirche@gmx.de.

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