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Ein Buch über Ronnenbergs Juden mahnt und erinnert

Ein Buch über Ronnenbergs Juden mahnt und erinnert

Bei den Feiern zur christlichen-jüdischen „Woche der Brüderlichkeit“ in Hannover ist Ronnenberg eine bedeutende Rolle zugekommen. Im Haus der Region präsentierten Christiane Buddenberg-Hertel und Peter Hertel ihre Ausstellung „Die Juden von Ronnenberg“ und stellten ihr Buch dazu vor.

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Peter Hertel und Christiane Buddenberg-Hertel stellen ihr Buch „Die Juden von Ronnenberg“ vor, das auf ihrer Ausstellung basiert.

Quelle: Carsten Fricke

Ronnenberg. „Es ist ein großes Verdienst, dass Sie den Kontakt zu den Überlebenden und Hinterbliebenen in aller Welt aufgenommen haben“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau zur Eröffnung der zweitägigen Ausstellung am Sonnabend. Damit würdigte er das Engagement des Fördervereins Erinnerungsarbeit Ronnenberg, dem Christiane Buddenberg-Hertel und Peter Hertel angehören.

Vor rund zehn Jahren hatte das Ehepaar damit begonnen, die Geschichte der Juden in seiner Heimatstadt aufzuarbeiten und die Ergebnisse erstmals im Jahr 2013 in einer Ausstellung gezeigt. „Wir freuen uns, dass wir diese Ausstellung nun zur Woche der Brüderlichkeit zeigen können“, sagte Buddenberg-Hertel. „Es war viel detektivische Arbeit dabei“, berichtete sie von dem schwierigen Auffinden der wenigen Ronnenberger jüdischen Glaubens, die den NaziTerror überlebten, sowie ihrer Angehörigen und Nachfahren.

Schon bei der ersten Ausstellung habe es den Gedanken gegeben, die Inhalte in einem Buch zu veröffentlichen, erinnerte sich Ronnenbergs früherer Bürgermeister Wolfgang Walther. „Als wir die erste Druckfahne gesehen haben, waren wir schon begeistert“, sagte Buddenberg-Hertel. „Aber es ist ein ganz anderes Gefühl, das Buch in Händen zu halten.“ Hertel schätzte, dass bisher bis zu 400 Schüler die Ausstellung gesehen und teilweise mit den Ergebnissen gearbeitet haben. „Wenn sich das Buch jetzt auch gut in den Schulen verbreitet, freut uns das sehr“, ergänzte seine Frau.

Von Carsten Fricke

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