Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Ampel soll nun doch ersetzt werden

Ronnenberg Ampel soll nun doch ersetzt werden

Zwei Monate nach dem Ausfall der Fußgängerampel an der Gehrdener Straße gibt es nun endlich eine Entscheidung: Eine Reparatur der 40 Jahre alten Anlage ist aus Kostengründen nicht mehr sinnvoll. Deshalb soll eine neue Ampel installiert werden. Pläne für einen ersatzlosen Rückbau sind damit vom Tisch.

Voriger Artikel
Werden Sie Steuern und Gebühren erhöhen?
Nächster Artikel
40 Jahre in der SPD

40 Jahre alt, defekt und seit zwei Monaten nicht in Betrieb: Derzeit müssen Fußgänger an der beschädigten Ampel ohne ein Haltesignal für Autofahrer die Gehrdener Straße überqueren. Die Stadt Ronnenberg will nach einer Verkehrszählung aus Sicherheitsgründen aber eine neue Anlage installieren lassen.

Quelle: Ingo Rodriguez

Ronnenberg. Es ist nur eine einzige Fußgängerampel. Trotzdem: Für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung war es ein längerer Abwägungsprozess. Lohnt sich die Reparatur der etwa 40 Jahre alten Ampel an der Gehrdener Straße noch? Und wird die Überquerungshilfe an diesem Standort zwischen Theodor-Heuss-Straße und der Staßfurter Straße für Fußgänger überhaupt noch benötigt? Immerhin sind diese beiden Fragen gut zwei Monate nach dem schadensbedingten Ausfall der Anlage inzwischen beantwortet.

Bei Wartungsarbeiten sei festgestellt worden, dass für eine Wiederinbetriebnahme der alten Ampel die gesamten Elektronik ausgetauscht werden müsste, teilt die Stadtverwaltung mit. Die dafür erforderlichen Kosten in Höhe von rund 4000 Euro stünden jedoch in keinem Verhältnis zum Alter der Signalanlage – vor allem in Hinblick auf altersbedingt nicht auszuschließende neue Schäden.

Trotz des eindeutigen Ergebnisses hat sich die Stadt jedoch mit einer Ersatzbeschaffung Zeit gelassen – um zu überprüfen, ob dort überhaupt noch eine Fußgängerampel benötigt wird. Die frühere Kreisstraße zwischen Ronnenberg und Gehrden sei schließlich vor mehr als zehn Jahren nach dem Bau der Umgehungsstraße wegen geringerer Verkehrsbelastung zur Gemeindestraße herunter gestuft worden, sagt Thomas Rode aus dem Team technische Infrastruktur der Stadtverwaltung.

„Eine Verkehrszählung haben wir erst nach den Sommerferien gemacht, weil ein Ergebnis in der Urlaubszeit nicht repräsentativ gewesen wäre“, begründet Rode eine Verzögerung der Planungen. Genau deshalb ist ein ersatzloser Rückbau jetzt aber vom Tisch. „Es sind pro Tag rund 3000 Fahrzeuge in beiden Fahrtrichtungen unterwegs“, berichtet Rode. Eine Fußgängerampel hält die Stadt aus diesem Grund an diesem Standort nicht für verzichtbar.

Das sehen auch viele Anwohner so: Direkt neben der Ampel befinde sich ein Altenheim, sagt eine Frau, die an der Theodor-Heuss-Straße wohnt. Teilweise sei zu beobachten, wie Senioren mit Rollatoren die Straße überquerten. Dass sei abenteuerlich, sagt die Anwohnerin. Sie sorgt sich auch um Kinder. Zwar sei dort eine Tempo-30-Zone, aber kaum ein Autofahrer halte sich an das Tempo.

Nun hat die Stadt auch entschieden: Es soll aus dem Unterhaltungsbudget für rund 18 000 Euro eine neue Fußgängerampel gekauft und installiert werden. Etwas müssen sich die Anwohner jedoch noch gedulden: Die zeitnahe Installation sei von den Auftragslagen und freien Kapazitäten geeigneter Fachfirmen abhängig.

doc6r78u9fo3b71ecgr4fp

Fotostrecke Ronnenberg: Ampel soll nun doch ersetzt werden

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6smq4kpbzr51dhmueerm
In Weetzen ist alles selbst gemacht

Fotostrecke Ronnenberg: In Weetzen ist alles selbst gemacht