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Empelder baut Schule in Afrika

Empelde Empelder baut Schule in Afrika

Roland Sturm hat eine Schule in Togo gebaut. Der Empelder will den afrikanischen Kindern einen besseren Zugang zur Bildung verschaffen.

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Simone und Roland Sturm schneiden zur Eröffnung das Band durch. In ihrer neuen Schule haben die afrikanischen Kinder nun ein festes Dach über dem Kopf.

Quelle: Sturm

Ronnenberg. Das Schulgebäude ist massiv gebaut und hat ein festes Blechdach. Verglichen mit vielen anderen Schulen im Afrika, deren offene Wände aus Lehmziegel und die Dächer aus Palmzweigen bestehen, wirkt dieser Bau komfortabel. Regen und Wind können der Schule nichts anhaben. Sie bietet Raum für drei Klassen mit etwa 100 Kindern.

Dass die Jungen und Mädchen in Mission Tové im westafrikanische Staat Togo eine schmucke neue Schule haben, verdanken sie Roland Sturm und seiner vor sechs Jahren gestorbenen Frau Renate. „Ohne diese Schule hätten viele Kinder keine Chance auf ein selbstständiges Leben“, sagt Sturm. Die Lebensumstände in Afrika kennt der 72-jährige Betriebswirt aus eigener Erfahrung. Mit seiner Frau, einer Sozialpädagogin, lebte er drei Jahre lang in Gabun. „Damals entstand unsere Idee, den Kindern zu helfen“, sagt Sturm, der seit 1969 in Empelde zu Hause ist. Im Rahmen der mittlerweile 40-jährigen Partnerschaft der Empelder Johannesgemeinde mit Sodo in Togo erhielt Sturm Kontakt zur evangelischen Schulbehörde in Lomé, der Hauptstadt des afrikanischen Landes, das zu den ärmsten der Erde zählt.

Der Empelder investierte 20.000 Euro in den Bau der Schule. Die finanzielle Abwicklung und Inspektion während der Bauphase organisierte er zusammen mit der Norddeutschen Mission in Bremen. „Ich war ständig über den Baufortschritt informiert“, sagt Sturm. Mit seiner Tochter Simone reiste er nach Togo, um die Schule zu eröffnen. „Die Feier war ein unvergessliches Erlebnis. Eltern, Kinder und die Chöre der Kirche wirkten mit. Wir pflanzten zudem acht Bäume, die im erweiterten Schulhof später als Schattenspender dienen sollen“, berichtet Sturm.

Ein leises Bedauern schwingt in seinen Worten mit. „Leider konnte meine Frau den Schulbau nicht mehr erleben.“ Sturm und seine Tochter wollen weiter in die Bildungseinrichtung investieren und in den nächsten Monaten Toiletten und einen Wasseranschluss bauen lassen.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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