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Erotikhotel wird zum Flüchtlingsheim

Ronnenberg Erotikhotel wird zum Flüchtlingsheim

Die Stadt Ronnenberg wird die Felsenburg an der Bundesstraße 217 kaufen und dort eine Unterkunft für Flüchtlinge einrichten. Zurzeit ist dort noch ein Nachtclub untergebracht. Er schließt allerdings zum 4. Juli.

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Im ehemaligen Hotel Felsenburg ist seit Jahren ein Nachtclub untergebracht. Das Etablissement wird am 4. Juli geschlossen.

Quelle: Carsten Fricke

Ronnenberg. Für Bürgermeisterin Stephanie Harms ist es ein perfektes Geschäft. „Wir können ohne größere Investitionen eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge realisieren“, sagt die Bürgermeisterin. Die Stadt wird zum 15. Juli die Felsenburg übernehmen. Der Kaufvertrag wird in den nächsten Tagen unterschrieben. In dem Bordell, das Anfang Juli schließt, sollen ab Herbst etwa 25 Flüchtlinge Platz finden.

Harms bezeichnet die Felsenburg als eine ideale Lösung. „Damit schaffen wir dringend notwendigen Platz für die Zuwanderer, und müssen nicht in Turnhallen oder Schulen ausweichen“, sagt sie. Das Erotikhotel sei baulich gut geeignet für die Neuankömmlingen aus Krisen- und Kriegsgebieten. Denn das Haus hat zahlreiche Einzelappartements mit eigenem WC und Badezimmer. „Das garantiert den Menschen eine Privatsphäre“, sagt Harms.

In zwei Abschnitten wird das Gebäude an der Bundesstraße nun renoviert und umgebaut. Zunächst werden die Zimmer für etwa 25 Personen modernisiert, anschließend der Wellnessbereich mit Dampfbad, Sauna und Whirlpool umgebaut. Dadurch sollen Räume für weitere fünf Einzelpersonen oder eine Familie geschaffen werden. Außerdem wird ein Gemeinschaftsraum eingerichtet.Einziger Nachteil der neuen Flüchtlingsunterkunft: „Sie ist ein bisschen weit weg“, räumt Harms ein.

Das Gebäude war im Internet zum Verkauf angeboten worden - für einen Preis von 300 000 Euro. Ob die Stadt diese Summe bezahlt, wollte Harms nicht mitteilen. „Wir haben Stillschweigen vereinbart.“ Offen sind auch die Höhe der Investitionen für Renovierung und Umbauarbeiten. „Da können wir zurzeit nur schätzen“, sagt Harms. Das Geld für Kauf und Umgestaltungen sei allerdings im Haushalt vorhanden. „Wir sparen ja auch die Kosten für teure Containerbauten“, betont die Bürgermeisterin.

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Nach dem Umbau ziehen Flüchtlinge in die Felsenburg ein. Über den Kaufpreis hat die Stadt Stillschweigen mit dem Vorbesitzer vereinbart.

Bürgermeisterin Stephanie Harms (CDU) hat in ungewohnter Schärfe die Verschwiegenheitspflicht des Rates eingefordert. Im Bildungs- und Sozialausschuss drohte sie den Politikern rechtliche Konsequenzen an für den Fall, dass diese den Kaufpreis für einen Nachtclub preisgeben.

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