Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Erstmalig fallen die Kita-Ferien aus

Ronnenberg Erstmalig fallen die Kita-Ferien aus

Erstmals werden während der Sommerferien nicht alle kommunalen Kindertagesstätten geschlossen sein: Um Eltern zu entlasten, hat die Stadt die Schließzeiten gestrichen. Rund 145 Interessierte nehmen dieses Angebot in Anspruch.

Voriger Artikel
„Wortschatz“ hilft beim Sprechenlernen
Nächster Artikel
Der Weg zur Kunst

Auch während der Sommerferien können Kinder in den kommunalen Kitas betreut werden.

Quelle: Archiv

Ronnenberg. Mehrere Wochen haben die Erzieherinnen in kommunalen Einrichtungen in den vergangenen Monaten ihre Arbeit niedergelegt - und dadurch einige Eltern dazu gezwungen, ihren gesamten Urlaub aufzubrauchen. „Diese Eltern standen jetzt vor dem großen Problem, dass sie während der Schließzeit der Kitas keinen Urlaub mehr nehmen konnten“, sagt Ronnenbergs Erster Stadtrat Torsten Kölle. Um diesen Eltern zu helfen, streicht die Stadt nun die Schließzeiten der Kitas. Zumindest anteilig bleiben die Einrichtungen während der gesamten Sommerferien geöffnet.

In der ersten Schließzeit, die in der kommenden Woche beginnt, bleiben jeweils eine Kita- und eine Krippengruppe im Kindergarten Hirtenstraße und in der Kita Ronnenberg III geöffnet. In der zweiten Schließzeit, die am Montag, 3. August, beginnt, bieten die Kita Ronnenberg I und die Kita Inkitaro jeweils eine Krippen-, eine Kita- und eine Hortgruppe an. „Der Service ist für die Eltern kostenlos“, betont Kölle. Dadurch entstünden der Stadt Mehrkosten in Höhe von 57.500 Euro.

Die Streichung der Schließzeiten ist nicht die einzige Folge des Kita-Streiks: Auch bei der Ratssitzung am Mittwochabend führte das Thema nochmals zu einer lautstarken Auseinandersetzung: „Sie hätten auf die Angriffe auf Ihren Ersten Stadtrat reagieren müssen“, erklärte Ruth Wenzel (Grüne) an die Adresse von Bürgermeisterin Stephanie Harms. Kölle hatte sich unter anderem vor und während der vergangenen Ratssitzung den Fragen der aufgebrachten Eltern gestellt und habe sich im Verlauf des Streiks auch die eine oder andere Beleidigung anhören müssen. Vor allem ein im Internet veröffentlichter Brief habe ihrer Meinung nach persönliche Angriffe und Unterstellungen enthalten, die von der Bürgermeisterin hätten kommentiert werden müssen. „Es ist Ihre Pflicht, sich schützend vor Ihre Mitarbeiter zu stellen“, sagte auch Dieter Schur (SPD). „Ich zumindest würde erwarten, dass mein Chef in so einer Situation hinter mir steht.“

Harms hingegen ist sich keiner Schuld bewusst: „Ich habe sehr wohl Schützenhilfe geleistet, damit Herr Kölle nicht allein vor den zu recht aufgebrachten Eltern steht und werde das auch weiterhin tun“, entgegnete sie. Doch sie sei nicht in der Lage auf jeden Leserbrief oder jede Beleidigung von Privatpersonen zu reagieren und wolle dies auch gar nicht. „Einzelne Meinungen von Privatpersonen kommentiere ich nicht - davon gibt es einfach zu viele.“

Aus dem Rat

Der Rat der Stadt Ronnenberg fordert in einer Resolution mehr Unterstützung in Sachen Flüchtlingspolitik. Auf zwei Seiten sind die Wünsche und Forderungen aufgelistet. Unter anderem sollen Bund und Länder die Kommunen nicht wie bisher mit einem beträchtlichen Teil der Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen allein lassen. Weitere Forderungen sind eine bessere Sprachförderung der Asylbewerber, die Ermöglichung des schnelleren Zugangs zur Arbeitswelt sowie die Betreuung und Behandlung für traumatisierte Flüchtlinge.

Neben der Resolution, die bei der Ratssitzung am Mittwochabend einstimmig angenommen wurde, beschloss der Rat auch die Änderung des Bebauungsantrags „Kirchhofsfeld“ im beschleunigten Verfahren. Im Ortskern von Weetzen sollen auf einem spitzwinkligen Areal zwischen Hauptstraße und Bröhnstraße fünf kleine Mehrfamilienhäuser mit jeweils zwei Geschossen entstehen. Die Anträge zu Themen wie der Überwachung des ruhenden Verkehrs, der Finanzierung von mehr Deutschunterricht für Flüchtlinge und neuen Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern, um eine Verbindung vom Edeka-Parkplatz zur Straße In der Feddel fertigzustellen, wurden an die zuständigen Ausschüsse übergeben.

Von Lisa Malecha

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6spach7nm1cxl9npk5w
Kinder haben viel Spaß am Backofen

Fotostrecke Ronnenberg: Kinder haben viel Spaß am Backofen