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Schwalbenkot wird weggefegt

Ronnenberg Schwalbenkot wird weggefegt

In einer gemeinsamen Aktion des Naturschutzbundes und der Ortsfeuerwehr ist am Montagvormittag ein Mehrfamilienhaus am Gartenweg von Schwalbenkot gesäubert worden.

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Von der Drehleiter aus säubern die Feuerwehrleute die Kotbretter unter der Dachtraufe.

Quelle: Kerstin Siegmund

Ronnenberg. Schwalben stehen unter Naturschutz und dürfen nicht vergrämt werden. Die Singvögel machen aber auch eine Menge Dreck. Damit der Kot aus den Nestern unterhalb der Dachtraufe die Fenster und Fassaden nicht verschmutzt, sind an einem Mehrfamilienhaus am Gartenweg vor einigen Jahren sogenannte Kotbretter angebracht worden.

Dort stand nun am Dienstagvormittag eine Säuberungsaktion an, gemeinsam ausgeführt vom Naturschutzbund (Nabu) und der Ortsfeuerwehr Ronnenberg - und befürwortet vom Team Ökologie der Stadtverwaltung.

Die Feuerwehrleute Andreas Matuschke und Olaf Sander erreichten die Kotbretter im obersten Geschoss mithilfe der Drehleiter, die Dirk Vetter bediente. Ausgerüstet mit Schutzanzügen und Atemschutzmasken kratzten sie die Kothaufen mit einer Schaufel in Eimer. Auch heruntergefallene Nester räumten die beiden Männer weg - und nebenbei eine verirrte Silvesterrakete und lose Dachpfannen.

Einige Anwohner beobachteten die Aktion aufmerksam. Einer von ihnen ist Uwe Heinemann. "Hier nisten Rauch- und Mehlschwalben, aber auch Mauersegler und jede Menge Spatzen", berichtet Heinemann. Nicht alle Mieter in dem großen Eckhaus seien erfreut über die vielen Vögel, "weil sie auch auf die Autos scheißen".

Der Nabu-Vizevorsitzende Manfred Vollmer versteht den Unmut der Anwohner. "Hier findet der Naturschutz seine Grenzen. Die Schwalben machen wirklich eine Menge Dreck", sagt der Ronnenberger. Dass die Singvögel ihre Nester in den Dachsparren der Wohnanlage bauen würden, geschehe aus einer Notlage heraus. "Früher waren hier ringsum Bauernhöfe - und dort gab es wegen der Tierhaltung ausreichend Fliegen als Nahrung für die Vögel. Seitdem die Höfe weg sind, nehmen die Schwalben andere Behausungen an", sagte Vollmer.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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