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Finanzausschuss diskutiert Grundschulpläne

Ronnenberg Finanzausschuss diskutiert Grundschulpläne

Im Dezember soll der Stadtrat über den Bau einer neuen Grundschule in Empelde entscheiden. Strittig sind noch die Zügigkeit der neuen Einrichtung und die Größe der Klassenräume. Am Mittwoch berät der Finanzausschuss erstmals öffentlich über die Pläne der Verwaltung.

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In der Marie-Curie-Schule haben sich die großen Klassenräume bewährt.


Quelle: foto: Kranz

Ronnenberg.  64, 70 oder gar 80 Quadratmeter große Klassenräume? Zwei oder drei Klassen pro Jahrgangsstufe? Zumindest diese zwei wichtige Fragen müssen vor der Beschlussfassung zum Bau einer neuen Grundschule in Empelde in der Ratssitzung am 13. Dezember von der Politik geklärt werden. Am Mittwoch, 15. November, ab 17 Uhr im Großen Sitzungszimmer des Rathauses diskutiert der Finanzausschuss als erstes Gremium öffentlich über die vorgelegten Eckpunkte der Verwaltung. 

Eine eigens einberufene Stadtgebäudekommission (SGK) hat in mehrenen wichtigen Punkten bereits Einigkeit erzielt. Die Ergebnisse sind in der Beschlussvorlage zusammengefasst. Demnach hält die Stadt an dem geplanten Standort auf dem C-Platz der Bezirkssportanlage Auf dem Hagen fest. Geplant werden soll die Schule als Ganztagseinrichtung mit einer eigenen Turnhalle. In den Fragen der Auslegung der neuen Grundschule besteht aber noch Diskussionsbedarf bei den politischen Lagern. 

Demnach hat die SGK drei Varianten zur Beratung vorgelegt. Die ersten beiden Versionen der Schule unterscheiden sich lediglich anhand der Klassenraumgrößen. In der Variante eins wären es 64 Quadratmeter und in der Variante zwei 70. Beide Varianten planen mit zwei Zügen Auf dem Hagen, die auf drei Züge optional erweiterbar sein sollen und vier Zügen in der bereits bestehenden Theodor-Heuss-Schule (THS). Die geschätzten Kosten unterscheiden sich mit 12 beziehungsweise 12,3 Millionen Euro nur wenig. Die Variante drei sieht drei Züge Auf dem Hagen mit 80 Quadratmeter großen Klassenräumen und nur drei Zügen in der THS vor. Geschätzte Kosten hier: 13,73 Millionen Euro.

Bei allen Varianten schlägt sich zusätzlich der Umbau der THS für den Ganztagsbetrieb mit geschätzten 2,1 Millionen Euro nieder. Noch unklar sind Kosten für eine spätere Erweiterung der THS um den insgesamt siebten Zug. Diese würden nur in der Variante drei anfallen. Einer der Diskussionspunkte dürfte sein, ob dieser siebte Zug überhaupt in Erwägung gezogen werden muss. Laut der Statistik zur Schülerzahlenentwicklung sind bis 2027 in Empelde im Schnitt maximal 4,68 Züge erforderlich. Nimmt man weitere Wachstumsfaktoren wie die steigenden Schülerzahlen durch Inklusion und anderes hinzu, ermittelt sie Verwaltung einen maximalen Durchschnittsbedarf von 5,64 Zügen. 

In die Diskussion um die Größe der Klassenräume haben sich nun auch zwei Schulleiter zu Wort gemeldet. THS-Leiterin Andrea Schirmacher plädiert für eine Größe von mindestens 75 Quadratmetern. Ihr Kollege Frank Hellberg von der KGS Ronnenberg freut dagegen, dass beim Neubau der Marie-Curie-Schule Raumgrößen von bis zu 80 Quadratmetern realisiert worden sind. Dies sei eine gute Planung gewesen, „obwohl es damals noch keine Inklusion gab“, sagt er. Der Schulleiter hält dies deshalb auch „aus der Erfahrung für eine realistische Größe“. Laut Beschlussvorlage sollen die Planungen für den Bau europaweit an einen Generalplaner ausgeschrieben werden. Der Baubeginn wird für Anfang 2020 angesetzt. Wenn alles glatt geht, soll der Unterricht mit Schuljahres beginn am 25. August 2022 beginnen. 

Von Uwe Kranz

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