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Flüchtlinge sollen schnell Deutsch lernen

Ronnenberg Flüchtlinge sollen schnell Deutsch lernen

Flüchtlinge sollen sofort nach ihrer Ankunft in Ronnenberg so schnell wie möglich Deutsch lernen. Das fordern SPD und Grüne. Die Stadt soll sich an der Finanzierung des Sprachunterrichts beteiligen.

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In Ronnenberg sollen auch Flüchtlingen Deutschkurse angeboten werden, fordern SPD und Grüne.

Quelle: Symbolbild

Ronnenberg. Bisher sieht das Asylbewerberleistungsrecht keinen verpflichtenden Deutschkurs für Flüchtlinge vor. Erst wenn die Asylsuchenden ein Aufenthaltsrecht besitzen, zahlt ihnen das Bundesamt für Migration die Teilnahme an einem Integrationskurs. Dieser enthält auch einen zertifizierten Sprachkurs, der bis zu 900 Stunden umfassen kann.

Da die Anerkennungsverfahren sehr lange dauern, fordern SPD und Grüne im Rat der Stadt Ronnenberg, dass die Kommune selbst aktiv wird und den Flüchtlingen so schnell wie möglich mindestens zweimal pro Woche Deutschunterricht anbietet.

Die Stadt kann sich dafür eine Kooperation mit der Volkshochschule Calenberger Land (VHS) vorstellen. Die Dozenten sollen einen Deutschkurs für zehn bis 20 Personen anbieten - an drei Wochentagen mit jeweils drei Unterrichtsstunden. Alle zwei Monate, möglicherweise sogar jeden Monat, müsste ein neuer Kurs in der Nähe der Sammelunterkünfte beginnen. Die Stadt rechnet mit Kosten von rund 24 000 Euro jährlich bei durchschnittlich 15 Teilnehmern.

Sollte der Rat der Stadt, in dem SPD und Grüne über die Mehrheit verfügen, sich für dieses Angebot entscheiden, könnten nach Einschätzung der Verwaltung zwei bisherige Sprachlernangebote entfallen. Dazu gehört der Unterricht in der Kirchengemeinde Weetzen für bis zu zwölf Personen einmal pro Woche etwa drei Stunden lang. Die Stadt zahlt dafür in diesem Jahr voraussichtlich rund 4000 Euro Honorar.

Auch das Angebot im kommunalen Frauenzentrum in Empelde für etwa zwölf Personen, einmal wöchentlich drei Stunden, wäre nicht notwendig, wenn es zu der Kooperation mit der VHS kommt. Entfallen würden dann rund 6000 Euro Personalkosten.

Nicht angetastet werden soll der Sprachunterricht für Kinder aus Flüchtlingsfamilien, der in der Grundschule Weetzen angeboten wird. Die Jungen und Mädchen erhalten ein Schuljahr lang Unterricht von Dozenten der Volkshochschule. Das Honorar trägt der Bund im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets, sodass der Stadt keine Kosten entstehen.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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