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Wohnheim ist bezugsfertig

Empelde Wohnheim ist bezugsfertig

Im Wohnheim der Stadt Hannover an der Stadtgrenze zu Empelde werden am Mittwoch die ersten Flüchtlinge erwartet. Am Montagnachmittag schauten sich etliche Empelder die Unterkunft an der Hermann-Ehlers-Allee an.

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"Ich könnte heulen": Anke Hüper (rechts) mit Ehemann Fabian und Dieter Schur (links), ist bedrückt angesichts der engen Räume ohne Privatsphäre.

Quelle: Kerstin Siegmund

Empelde.. "Hier gibt es keine Privatsphäre. Wenn ich das sehe und dran denke, wie wir wohnen, könnte ich heulen“, sagt Anke Hüper. Die Empelderin ist sichtlich betroffen von den Wohnverhältnissen, als sie sich mit Ehemann Fabian, SPD-Ratsherr, das neu gebaute Wohnheim anschaut.

In dem l-förmigen Gebäude sind die Zwei- und Dreibettzimmer mit einfachen Holzbetten, Stahlschränken, Tische und Stühlen ausgestattet. Im Badezimmer stehen auch Waschmaschine und Trockner. Den Gemeinschaftsraum und die Küche müssen sich die Bewohner teilen. „Hier ist alles hell und zweckmäßig. Für einen dauerhaften Aufenthalt sind die Räume aber nicht geeignet“, sagt Carsten Selcho, CDU-Ratsherr aus Empelde. Er hofft, dass die Fenster noch mit einem Sichtschutz ausgestattet werden. Das sei nötig wegen der stark befahrenen Straße direkt vor dem Gebäude.

Selcho macht sich Gedanken, wie die Anwohner an der Eichendorffstraße auf die neuen Nachbarn reagieren könnten. Bisher sei es ruhig in Empelde, „weil die Flüchtlinge noch nicht zu sehen sind“, sagt der Ratsherr. Das ändert sich jetzt schlagartig, denn voraussichtlich in wenigen Wochen will auch die Stadt Ronnenberg in Empelde eine Gemeinschaftsunterkunft aus Containern aufstellen, auf dem Festplatz am Sportpark.

In das Wohnheim an der Hermann-Ehlers-Allee ziehen ab Mittwoch bis zu 100 Flüchtlinge ein, darunter auch zahlreiche Kinder.Vor Ort wird es Sozialarbeiter, einen Hausmeister und einen Nachtdienst geben. Einige Empelder bieten ihre Hilfe an. Sie wollen die Asylbewerber im neuen Zuhause unterstützen. Auch zwei Lehrer der Marie-Curie-Schule in Empelde schauen sich am Montagnachmittag in dem Wohnheim um, denn drei Monate nach der Ankunft beginnt für die Flüchtlingskinder die Schulpflicht.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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