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Förderverein Dorfentwicklung löst sich auf

Benthe Förderverein Dorfentwicklung löst sich auf

Nach 22 Jahren löst sich der Förderverein Dorfentwicklung Benthe auf - weil sich im Ort niemand findet, der die ehrenamtliche Arbeit des Vorstandes übernehmen will.

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Die Trauer ist groß bei Manfred Bohr (links) und Axel Horstmann. Sie müssen nach 22 Jahren den Förderverein Dorfentwicklung auflösen.

Quelle: Kerstin Siegmund

Benthe. Damit haben Manfred Bohr und Axel Horstmann nicht gerechnet: Dass sich trotz intensiver Gespräche in Benthe niemand findet, der Verantwortung für den Förderverein Dorfentwicklung übernehmen will. Nun wird der 34 Mitglieder zählende Verein aufgelöst. Das wurde in der Mitgliederversammlung am 7. April beschlossen. 15 von 34 Mitglieder nahmen daran teil. Niemand habe Bereitschaft gezeigt, den Verein weiterzuführen, sagt Bohr.

Traurig und auch ein wenig fassungslos berichten Bohr und Horstmann, dass es ihnen trotz eindringlicher Appelle an die Dorfbewohner nicht gelungen ist, jüngere Leute für die Vorstandsarbeit zu gewinnen. "Wir haben viele Gespräche geführt. Die Resonanz war gleich null", sagt Bohr, der den Verein am 11. April 1994 mit einigen zupackenden Benthern gründete - und nun die Auflösung zum 30. Juni organisieren muss. Das Vereinsvermögen von 3194,60 Euro erhält die Stadt Ronnenberg - zweckgebunden für Heimatpflege und Heimatkunde in Benthe.

"Wir haben viel Herzblut in den Verein gesteckt", sagt Bohr. Er zieht sich - genauso wie Horstmann - aus Altersgründen aus dem Vorstand zurück. Was aus den zahlreichen Projekten wird, die der Förderverein umgesetzt hat, sei in einigen Fällen ungewiss, meint Bohr. Dazu gehören einige Beete, Bänke und Bäume, aber auch der Dorfplatz und die Hochzeitswiese. Eine gute Nachricht gibt es für das einstige Vorzeigeprojekt des Fördervereins, die großen Pflanzbeete am Steinweg. Einige Frauen aus dem Dorf wollen die Beete künftig in Schuss halten. "Sabine De Vos aus dem gleichnamigen Lebensmittelladen hatte erfolgreich eine Aufruf gestartet", sagt Bohr. Einen ersten Arbeitseinsatz habe es dort bereits gegeben. Den jährlichen Frühjahrsputz wolle der Ortsrat künftig organisieren.

Bohr und Horstmann sind besonders betrübt wegen der Projekte, die der Verein noch umsetzen könnte, würde er denn weiterbestehen. Dazu gehören das historische Mausoleum auf dem Friedhof, eine Baumallee zwischen Benthe und dem Ortsteil Sieben Trappen, die Ausweisung der Eichen Vogelsangstraße und Bergstraße als Naturdenkmale oder ein sogenannter Bibelgarten mit Heilkräutern.

Stattdessen wollen Bohr und Horstmann sich für die Gründung einer Bürgerstiftung einsetzen. Vielleicht falle es den Benther leichter, Geld in eine Stiftung zu geben, als sich mit ihrer Arbeitskraft für den Ort einzusetzen. "Mit 75 Jahren buddelt man nicht mehr in den Beeten", sagt Bohr.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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