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Verein stellt vor Bundespräsident Gauck aus

Ronnenberg Verein stellt vor Bundespräsident Gauck aus

Wenn Bundespräsident Joachim Gauck und Ministerpräsident Stephan Weil die christlich-jüdische "Woche der Brüderlichkeit" in Hannover eröffnen, ist auch ein Verein aus Ronnenberg dabei. Er informiert mit einer Ausstellung im Haus der Region über die Geschichte jüdischer Bürger zur Zeit der Nationalsozialisten.

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Peter Hertel und seine Frau Christiane wollen schon vorab über die Geschichte der Juden in Ronnenberg informieren.

Quelle: Birgit Sommerfeld

Ronnenberg. Wenn am ersten Wochenende im März die „Woche der Brüderlichkeit 2016“ eröffnet wird, kommen gleich drei Präsidenten in Hannover zusammen: Hauke Jagau als Präsident der Region Hannover, Ministerpräsident Stephan Weil und Bundespräsident Joachim Gauck. Nach den Eröffnungstagen soll bis Juni in einem Rahmenprogramm der Gesellschaft für christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hannover die interreligiöse Zusammenarbeit gepflegt und die Verfolgung des jüdischen Volks während des Holocaust aufgearbeitet werden.

Mittendrin ist auch der Förderverein Erinnerungsarbeit Ronnenberg. Er präsentiert ab Sonnabend, 5. März, im Haus der Region eine Ausstellung über Juden in der Stadt. Auf 36 Tafeln können die Besucher die Geschichten von Verfolgung und Flucht nachlesen. Durch die Beispiele aus dem ländlichen Ronnenberg soll die bundesweite Verfolgung der Juden veranschaulicht und in den Gesamtzusammenhang des Naziterrors eingebunden werden. Ebenfalls wird thematisiert, wie die Stadt heutzutage mit der Vergangenheit umgeht und so zu einer menschenwürdigen Zukunft beiträgt.

Die Ausstellung wird von Regionspräsident Jagau am Sonnabend, 5. März, um 13 Uhr eröffnet und kann vorerst bis 15 Uhr besichtigt werden. Nach dem Vortrag des Preisträgers der Buber-Rosenzweig-Medaille kann die Wanderausstellung erneut bis 17 Uhr besucht werden. Am Sonntag, 6. März, wenn Bundespräsident Gauck und Ministerpräsident Weil die „Woche der Brüderlichkeit“ im Theater am Aegi eröffnen, können Besucher die Tafeln bis 18 Uhr aufsuchen. Zudem werden zwei Führungen angeboten – eine um 14 Uhr und eine um 16 Uhr.

Wer sich schon im Vorfeld über die Geschichte der Juden in Ronnenberg informieren möchte, kann dies bei einem Vortrag am Donnerstag, 3. März, ab 18 Uhr im Bildungshaus St. Clemes, Leibnizufer 17b, in Hannover tun. Referenten sind Autor Peter Hertel, der auch Mitglied beim Förderverein Erinnerungsarbeit Ronnenberg ist, sowie seine Christiane Buddenberg-Hertel. Der Verein ist der einzige mit Sitz in der Region, der an der bundesweiten Eröffnungsveranstaltung beteiligt ist. Hertel erklärt sich das damit, dass dem Förderverein durch seine Arbeit womöglich eine überörtliche Bedeutung beikomme.

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Ein Bild zum Kriesgende vor über 70 Jahren in Weetzen.

Quelle: Peter Hertel

Von Nils Oehlschläger

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