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Vereinsfahne bleibt nach Ständchen im Museum

Ronnenberg Vereinsfahne bleibt nach Ständchen im Museum

Erinnerungsstücke für nachfolgende Generationen: Der aufgelöste Frauenchor Ronnenberg hat gut ein Jahr nach seiner Auflösung die alte Chorfahne und das Vereinsarchiv dem Heimatmuseum übergeben. Zum Abschied gab es aber noch einmal ein kräftig gesungenes Ständchen.

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Neues Exponat für die Dauerausstellung: Museumsleiter Lothar von der Heide nimmt von der letzten amtierenden Vereinsvorsitzenden Margarete Plage die alte Fahne des aufgelösten Frauenchores entgegen.

Quelle: Ingo Rodriguez

Ronnenberg. Eigentlich ist es schade, denn die Sängerinnen haben es wirklich nicht verlernt. Das haben die Damen des Frauenchores Ronnenberg gut ein Jahr nach der offiziellen Vereinsauflösung im Heimatmuseum noch einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Dorthin waren die 15 verbliebenen Sängerinnen des offiziell nicht mehr existierenden Chores gekommen, um Museumsleiter Lothar von der Heide feierlich die alte Chorfahne und das Vereinsarchiv für die Dauerausstellung zu übergeben - und zwar mit einem gemeinsam und kräftig intonierten Abschiedsständchen.

Der einzige reine Frauenchor im Ronnenberger Stadtgebiet hatte im vergangenen Jahr wegen des zunehmenden Alters der Frauen und Problemen bei Krankheitsfällen unter den nur noch 15 verbliebenen Sängerinnen die Vereinsauflösung beschlossen - und im Juni unmittelbar nach der Feier anlässlich des 25-jährigen Bestehens vollzogen. Die Frauengesangsgruppe war 1990 aus einem vor 108 Jahren von Bergleuten des Kaliwerks gegründeten Männerchor hervorgegangen. Die Sänger hatten wegen sinkender Mitgliedszahlen seit 1969 auch Frauen aufgenommen. Aus diesem gemischten Chor sei schließlich 1990 eine reine Frauengruppe geworden, erinnerte die letzte amtierende Vorsitzende des aufgelösten Vereins, Margarete Plage, noch einmal an die Entstehungsgeschichte.

Genau 25 Jahre danach war dann 2015 aber auch für die aktiven Sängerinnen unter der Leitung von Ida Allmendinger Schluss. Trotzdem kommen die verbliebenen 15 Frauen bis heute auch nach der Auflösung einmal monatlich zu einem zwanglosen Treffen zusammen. Und je nach Lust und Laune wird hin und wieder auch gemeinsam gesungen - wie bei der Übergabe der historischen Vereinsdevotionalien im Heimatmusem: Drei Aktendorder mit Fotos, Plakaten und Presseartikeln sowie die alte Chorfahne. "Das Material soll im Museum bleiben, damit sich später auch nachfolgende Generationen noch davon überzeugen können, dass es einen reinen Frauenchor in Ronnenberg gab", sagte Plage.

Doch einfach nur ankommen, Exponate spenden und fertig - so läuft das bei den früheren Sangesschwestern nicht. Bevor Museumsleiter von der Heide die neuen Exponate entgegen nehmen durfte, nahmen die Frauen klangvoll Abschied: "Sei glücklich heut", hallte es mehrstimmig und in verschiedenen Tonlagen durch den Vorraum des Museums.

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Nichts verlernt: Bei der Übergabe der Vereinsdevotionalien lassen es sich die 15 verbliebenen Sängerinnen des aufgelösten Chores nicht nehmen, im Heimatmuseum noch einmal für ein kräftig gesungenes Abschiedsständchen gemeinsam ihre Stimmen zu erheben.

Quelle: Ingo Rodriguez
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