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Freibad: Politiker finden Kompromiss

Empelde Freibad: Politiker finden Kompromiss

Die Stadt Ronnenberg will etwa 1,2 Millionen Euro für die Sanierung des technisch veralteten Freibades aus den 1930er Jahren aufwenden. Die Ratspolitiker haben sich am Montagabend für eine Auftragsvergabe in zwei Schritten entschieden.

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Nach jahrelanger Diskussion rückt die Sanierung des Freibades in Empelde in greifbare Nähe.

Quelle: privat

Empelde. Die Sanierung des technisch veralteten Bades an der Hansastraße rückt in greifbare Nähe. Die Ratspolitiker haben sich am Montagabend im Finanzausschuss  für einen Kompromiss ausgesprochen. Dieser Vorschlag eines von der Stadt beauftragten Ingenieurbüros für Wassertechnik sieht vor:

  • die Sanierung des Hauptbeckenumfelds von Polychlorierten Biphenylen (PCB),
  • den Umbau des Hauptbeckens,
  • eines neues Kinderplanschbecken,
  • ein neuer Schwallwasserbehälter,
  • eine Heizung für das Beckenwasser,
  • die Gestaltung des Außenbereichs,
  • eine Abdeckung des Hauptbeckens, um die Wärme zu halten. 

Das Schwimmbecken wird 600 Quadratmeter und 1,80 Meter tief, das Planschbecken 30 Quadratmeter groß sein. Damit ist das Hauptbecken 208 Quadratmeter kleiner als das alte Becken und wegen der Tiefe nicht für einen Sprungturm geeignet.

Positiv bewertet die Ratsmehrheit, dass der bereits im städtischen Haushalt 2015 auf 1,2 Millionen Euro festgesetzte Kostenrahmen eingehalten wird. Die Auftragsvergabe soll voraussichtlich im Januar in zwei Schritten erfolgen: PCB-Sanierung (59 000 Euro), Erneuerung des Hauptbeckens (809 000 Euro) sowie des Kinderbeckens (61 500 Euro) und Heizung (44 000 Euro) plus Abdeckung (61 000 Euro).

In der Ausschusssitzung war die Erleichterung zu spüren, dass nun endlich Bewegung in die Freibadsanierung kommt. Seit Jahren diskutieren Politik und Verwaltung kontrovers, ob sich die hoch verschuldete Stadt ein Freibad leisten kann. "Wir sind froh", dass nun ein Kompromiss gefunden wurde", sagte Jens Williges (Grüne). Christine Tröster-Rutzen sprach für die Interessengemeinschaft Freibad und die DLRG-Ortsgruppe, die sich intensiv in die Sanierungsdiskussion eingebracht hatten. "Wir sind glücklich über das Konzept. Die damit verbundenen Einschränkungen sind für uns tragbar."

Das Hauptbecken des Freibades muss erneuert werden, weil es wegen des örtlichen Bergbaus und des Alters Setzungen und Risse aufweist. Diese machen das Becken undicht. Zudem ist die Beckenhydraulik im Haupt- und im Kinderbecken veraltet. Beim Planschbecken fehlt eine kontinuierliche Durchströmung für die Wasseraufbereitung. Daraufhin ordnete das Gesundheitsamt der Region Hannover ab der Freibadsaison 2014 die Schließung des Kinderbeckens an.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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