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Kitaplätze: Stadt plant mit der Kirche

Ronnenberg Kitaplätze: Stadt plant mit der Kirche

Damit alle Eltern in diesem Sommer für ihre Kinder einen Krippen- oder Kitaplatz bekommen, muss die Stadt mindestens zwei zusätzliche Gruppen einrichten. Dafür verhandelt sie mit der katholischen Gemeinde. Ungewiss ist, wie viele Flüchtlingskinder für eine Betreuung angemeldet werden.

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Für diese Jungen und Mädchen in der Kita Hirtenstraße haben die Planungen der Stadt keine Auswirkungen. Sie werden bereits gut betreut.

Quelle: privat

Ronnenberg. Die Kinder aus Flüchtlingsfamilien sind derzeit die unbekannte Größe in einer verlässlichen Prognose des Betreuungsbedarfs in den sieben Stadtteilen. „Eigentlich ist es unmöglich zu planen“, sagt Ronnenbergs Erster Stadtrat Torsten Kölle.

Gewissheit hat die Verwaltung lediglich beim Istzustand. Laut Kölle leben derzeit 30 Kinder bis fünf Jahre aus Asylbewerberfamilien in Ronnenberg. In diesem Jahr könnten es allerdings mehr werden. Kölle geht von zahlreichen Angehörigen der Asylbewerber aus, die im Rahmen des Familiennachzugs nach Ronnenberg kommen. Wer zieht nach? Welche Altersgruppen kommen? Auf diese Fragen gebe es keine zuverlässigen Antworten, meint Kölle.

Also muss die Verwaltung auf der Basis der ihr bekannten Daten planen. Das sind die Einwohnerdaten mit Stand vom 23. Oktober 2015. Berücksichtigt werden die unter Dreijährigen für einen Platz in einer Krippe oder bei einer Tagesmutter, die Drei- bis Sechsjährigen für die Kita sowie die sechs- bis zehnjährigen Jungen und Mädchen für den Hort.

Die vorhandenen 212 Plätze an den vier Grundschulen reichen nicht aus. Zum Schuljahrbeginn Anfang August fehlten bereits 27 Plätze, für das nächste Schuljahr sind schon 37 Kinder angemeldet. Die Stadt hofft auf die Einführung von Ganztagsgrundschulen.

Dass immer häufiger beide Eltern arbeiten, geht aus dem aktuellen Betreuungsbedarf hervor. „95 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen und 35 bis 40 Prozent der unter Dreijährigen beanspruchen Plätze“, sagt Kölle. Um diese Nachfrage stadtweit zu befriedigen, sind laut Verwaltung zwei zusätzliche Gruppen, eine für 25 Kitakinder und eine mit 12 bis 15 Krippenplätzen, erforderlich.

Diese Gruppen könnten in der katholischen Gemeinde in Ronnenberg entstehen. Die Verhandlungen seien vielversprechend, sagt Kölle. Die Kirche müsse nun intern klären, ob sie eine Kita einrichten will. Es wäre die zweite Einrichtung, die nicht von der Stadt betrieben wird – nach der Kita der evangelischen Johannesgemeinde in Empelde.

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Die Stadt Ronnenberg verhandelt mit der katholischen Gemeinde an der Deisterstraße über die Einrichtung einer Kita.

Quelle: Archiv
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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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