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Ententeich: Mehrere Varianten sind denkbar

Empelde Ententeich: Mehrere Varianten sind denkbar

Für die Umgestaltung des Empelder Ententeichs sind mehrere Varianten denkbar. Die Verwaltung schlägt eine Aufwertung mit geschwungenen Wegen, Spiel- und Fitnessgeräten sowie Zugängen zum Wasser vor. Mitglieder des Ausschusses für Stadtplanung und Ökologie plädierten dagegen für geringere Eingriffe.

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Der Empelder Ententeich soll entschlammt und samt der umliegenden Grünflächen umgestaltet werden.

Quelle: Carsten Fricke

Empelde. "Empelde-Süd ist ein sehr verdichtetes Wohnquartier mit wenigen öffentlichen Spiel und Aufenthaltsflächen", betonte Andrea Unterricker, Leiterin des Teams Ökologie der Stadt Ronnenberg, am Mittwoch bei der Präsentation des Konzeptentwurfs. Vor allem gebe es in Empelde-Süd keine speziellen Freiraumangebote für Jugendliche und Senioren. Der Ententeich als große zusammenhängende Freifläche sei geeinet, einen solchen Quartiersplatz für Generationen zu schaffen.

Die Stadt habe dazu Schüler den benachbarten Marie-Curie-Schule und Senioren befragt und ihre Wünsche in das Konzept einfließen lassen. Die Befragten hätten sich vor allem für mehr Aufenthalts- und Sitzmöglichkeiten, Spiel- und Fitnessgeräte sowie kurze Spazierwege und mehr Sauberkeit ausgesprochen.

Das Umgestaltungskonzept der Stadt sieht für den ersten Bauabschnitt auf der Grünfläche südlich des Ententeichs unter anderem einen geschwungenen Pflasterweg, drei Fitnessgeräte für Erwachsene und einen Sandspielbereich für Kinder vor. Im zweiten Bauabschnitt solle der Ententeich entschlammt und das Ufer von Sträuchern und Sämlingen befreit werden, erläuterte Unterricker.

"Eine Entschlammung des Teiches ist Voraussetzung, um ihn gestalten zu können", betonte sie. Diese solle vorzugsweise im Winter erfolgen. Als Zugang zum Wasser sei ein Steg denkbar. Außerdem schlägt die Stadt eine sogenannte Slagline als neues Sport- und Freizeitangebot sowie zusätzliche Sitzgelegenheiten vor. Die Umgestaltung könne im nächsten Jahr beginnen und würde rund 150000 Euro kosten.

Grünen-Ratsherr Andreas Beichler sah am Ententeich ein Spannungefeld zwischen dem Naturschutz und dem Naherholungsbedürfnis der Anwohner. "Bevor man an diesen Teich rangeht, sollte man auf jeden Fall noch einmal eine Bestandsaufnahme der Artenvielfalt machen", sagte er. In den vergangenen Jahrzehnten habe das Gewässer eine gewisse ökologische Qualität entwickelt. Daher sei es sinnvoll, einige Bereiche unverändert zu belassen, um ökologische Nischen zu schaffen. Auch die beratenden Mitglieder, Naturschutzbeauftragter Rainer Tubbe und Hannelore Plaumann (BUND), plädierten für ein sensibles Vorgehen. Ratsherr Michael Sennholz (Freie Wähler) begrüßte das Vorhaben grundsätzlich. Er regte jedoch an, das für die Fitnessgeräte vorgesehene Geld in eine abendliche Ausleuchtung der Fläche zu investieren - auch zugunsten der Sicherheit.

Vor ihrer Entscheidung wollen sich die Mitglieder des Ausschusses bei einem Ortstermin im August am Ententeich umsehen, um ein genaueres Bild zu erhalten.

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Von Carsten Fricke

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