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Grüne: Kalihalde endlich abdecken

Ronnenberg Grüne: Kalihalde endlich abdecken

Die Grünen wollen die Umweltbelastung verringern, die vom Kalisalzabbau und den Rückstandshalden ausgeht. Damit rückt auch der Salzberg im Süden Ronnenbergs in den Fokus. Doch wie realistisch ist eine Begrünung des grauen Riesen nach dem Empelder Vorbild?

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Der graue Riese im Süden von Ronnenberg wartet auf eine Rekultivierung.

Quelle: Rodriguez

Ronnenberg. "Grundwasser, Flüsse und Bäche dürfen nicht weiter versalzt werden." Diese Forderung ist eine von vielen, mit denen die Grünen in der Region die Umweltverträglichkeit des Kalisalzabbaus und der Rückstandshalden verbessern wollen. Zu diesem Zweck haben sie mit Umweltverbänden und Bürgerinitiativen einen Aktionskreis Kali und Salz gegründet. Für  Ulrich Schmersow aus Benthe, umweltpolitischer Sprecher der grünen Regionsfraktion, gehört Ronnenberg unbedingt zum Aktionsradius der neu gegründeten Initiative.

Übrig geblieben von der Düngemittelproduktion sind die Rückstandshalden in Empelde und Ronnenberg. Dabei gilt die Empelder Halde als weithin anerkanntes Beispiel für eine Rekultivierung. Seit Jahrzehnten wird der Salzberg, der sich in Privatbesitz befindet, mit Bauschutt ummantelt. Längst sind zwei Drittel der Fläche begrünt. Sogar Weinreben gedeihen am Südhang.

Für den grauen Riesen in Ronnenberg hat sich bislang jedes Rekultivierungs- oder Nachnutzungskonzept zerschlagen. Einige Jahre lang ist das Rückstandssalz zur Stabilisierung des Versuchsbergwerks Asse bei Wolfenbüttel abgetragen worden - bis der Bund das Projekt stoppte und der große Rest in Ronnenberg liegen blieb.

Die Grünen haben die Hoffnung auf eine Rekultivierung offensichtlich nicht aufgegeben, zumal mit dem Empelder Haldenbesitzer Frank Nickel auch das nötige Fachwissen vorhanden ist. "Für die Ronnenberger Halde wird aktuell an einer Abdeckung geplant", teilt Ulrich Schmersow mit. Er nennt aber auch die Probleme. Weil die Halde von Wohnhäusern, Straßen, einer Bahntrasse und einem Biotop umgeben sei, fehle die Grundfläche, um eine Ummantelung aufzubringen.

Diese Probleme sieht auch die Stadt Ronnenberg. Als Widrigkeiten nennt der zuständige Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler die Anlieferung des Bauschutts über einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren in einem Deponiebetrieb, der Verkehr, Staub und Lärm mit sich bringe. Trotzdem: "Eine Rekultivierung kann man nur gut finden, denn die Halde ist wahrlich kein Schmuckstück", sagt er. Anders als bei der Empelder Halde sei für den grauen Riesen in Ronnenberg aber das Landesbergamt zuständig.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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