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Grüne geben Geld fürs Freibad

Empelde Grüne geben Geld fürs Freibad

Am 2. August geht es los mit der Freibadsanierung - und der Spendentopf füllt sich. Am Donnerstag hat die Ratsfraktion der Grünen 4000 Euro auf das städtische Spendenkonto eingezahlt. Das Geld soll für die Beheizung des Wassers verwendet werden.

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Erich Wolf (von links), Andreas Beichler, Ruth Wenzel und Christa Kuck-Meens wollen das Freibad atttraktiver machen.

Quelle: Kerstin Siegmund

Empelde. "Die Sanierung soll nicht an 5 Euro scheitern", sagt Ruth Wenzel. Mit ihren Fraktionskollegen Andreas Beichler, Jens Williges, Dorothea Pein, Sylvie Röhrkasten und Doris Lau hat sie sechs Monate lang auf einen Teil der Aufwandsentschädigungen verzichtet, die die Ratsmitglieder von der Stadt erhalten. Auf diese Weise sind 4000 Euro zusammen gekommen.

Die Spende ist zweckgebunden. "Das Geld soll für die Beheizung des Wassers verwendet werden", sagt Wenzel. Denn nicht in jeder Saison ist die Badetemperatur mit 23 Grad so angenehm warm wie beim Pressetermin am Donnerstag. Sollte die Stadt als Auftraggeber für die Sanierung bei der Ausschreibung die auf 1,5 Millionen Euro kalkulierte Summe inklusive Heizung einhalten, wollen die Grünen ihr Geld für andere Verbesserungen im Bad ausgeben.

Mit ihrer Spende wollen die Grünen ein Beispiel geben. Bisher sind einige Bürger dem Aufruf der Interessengemeinschaft Empelder Freibad gefolgt und haben Geld gegeben - bisher insgesamt 10.000 Euro. "Das ist eine tolle Unterstützung", sagen Erich Wolf (TuS Empelde) und Christa Kuck-Meens (DLRG) übereinstimmend. Das Geld soll nach der Sanierung für eine Aufwertung des Bades verwendet werden. "Wir haben aber auch Zusagen von Leuten, die eine Schaufel in die Hand nehmen wollen, um das Bad zu verschönern. Sie haben erkannt, dass aus dem Freibad etwas zu machen ist", sagt Wolf.

Der Interessengemeinschaft geht es um den Erhalt des Bades als einen sozialen Treffpunkt, insbesondere auch für junge Leute. "Bei der Neugestaltung bleiben wir aber auf dem Teppich", lautet die einhellige Meinung von Andreas Beichler, Christa Kuck-Meens und Erich Wolf. "Wir sind hier nicht in Hollywood, ein Spaßbad brauchen wir nicht", ergänzt Kuck-Meens.

Die veraltete Technik zur hygienischen Aufbereitung des Wassers ist der Hauptgrund für die Sanierung, die am 2. August beginnt. Dann schließt das Bad – rund einen Monat früher als sonst – und das Gelände wird zur Baustelle. Umfangreiche Erdarbeiten müssen ausgeführt, Rohre verlegt und Fundamente gegossen werden. Das altersschwache Betonbecken wird mit einer Edelstahlwanne ausgekleidet. Auch ein neues Kinderbecken wird gebaut, denn das vorhandene Planschbecken wurde vom Gesundheitsamt der Region bereits geschlossen, weil mit der vorhandenen Technik die erforderliche Wasserqualität nicht gewährleistet werden kann.

In der Winterpause vom 15. Dezember bis 15. Februar ruhen die Arbeiten. Dann geht es mit Hochdruck weiter, damit zur Saisoneröffnung Anfang Mai im Freibad alles fertig ist. Die seit Jahren überfällige Sanierung des Bade aus den 1930er Jahren hat eine umfangreiche Vorgeschichte und war ebenso lange politisch umstritten. "Die hohen Kosten haben uns abgeschreckt", gibt Andreas Beichler (Grüne) unumwunden zu und spricht dabei für die Mehrheit seiner Ratskollegen.

Bei der finalen Abstimmung im Dezember 2015 über die Ausschreibung der Sanierungsarbeiten in mehreren Schritten waren nur 26 von 34 Ratspolitikern dafür. Acht Ratsleute stimmten dagegen – in erster Linie aus Sorge, dass die Kosten ausufern könnten.

Die Interessengemeinschaft Empelder Freibad steht geschlossen hinter dem Projekt und wirbt weiterhin um Spenden. Das Spendenkonto wird bei der Stadt Ronnenberg geführt unter IBAN DE19 250 501 8000 23 000011, Kassenzeichen 5700017800, Verwendungszweck: Spende Freibad.


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Fotostrecke Ronnenberg: Grüne geben Geld fürs Freibad

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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