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Grüne wollen Repair-Café gründen

Ronnenberg Grüne wollen Repair-Café gründen

Die Ronnenberger Grünen planen die Gründung eines Repair-Cafés. „Reparieren statt wegwerfen“, lautet das Motto. Die Umweltschützer wollen mit diesem Angebot zur Reduzierung des Müllbergs beitragen - Umweltbewusstsein und soziales Miteinander sollen im Mittelpunkt stehen.

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Wie hier in Garbsen soll auch in Ronnenberg bald ein Repair-Café eröffnet werden, in dem Geräte wie Toaster repariert werden können.

Quelle: Markus Holz

Ronnenberg. „Immer mehr Produkte werden nur für kurze Nutzungszeiträume hergestellt und gehen kurz nach Ablauf der Gewährleistungszeit kaputt. Diese geplante Obsoleszenz schadet allen“, sagt Uwe Buntrock von Bündnis 90/Die Grünen in Ronnenberg. Ressourcen würden verschwendet, Nutzer geschädigt und daraus entstehende Müllmengen landeten auf Deponien im Ausland. „Mit dem Repair-Café wollen wir das ändern“, fügt der Initiator hinzu.

Die Idee zur Gründung des ersten Repair-Cafés hatte die Niederländerin Martine Postma im Jahr 2009. Damals veranstaltete sie in Amsterdam das erste Treffen, um defekte Gegenstände zu reparieren. Aufgrund des großen Erfolgs gründete sie 2010 die Stiftung „Stichting Repair Café“. Die Organisation bietet bei der Gründung neuer Repair-Café-Initativen im In- und Ausland Hilfe an. Auch in Deutschland findet der Gedanke zunehmend Verbreitung. So gibt es allein in Niedersachen bereits rund 30 Repair-Cafés.

„In der ehrenamtlichen Reparatur-Gruppe sollen handwerklich begabte Helfer defekte Gerätschaften aus Haushalt und Garten reparieren und quasi Hilfe zur Selbsthilfe leisten", erklärt Buntrock. "Die Teilnehmer sollen dann alleine oder gemeinsam mit anderen ihre kaputten Dinge reparieren.“ An den Orten, wo das Repair-Café stattfindet, sei Werkzeug und Material für alle möglichen Reparaturen vorhanden – zum Beispiel für Kleidung, Möbel, elektrische Geräte, Fahrräder oder Spielzeug. Dadurch solle aber keineswegs den "Profis" Konkurrenz gemacht werden.

Die Aktivitäten des Repair-Café sollen kostenlos und auf ehrenamtlicher Basis vor Ort ausgeführt werden. „Bei den Treffen sind auch kundige ehrenamtliche Helfer dabei, die Reparaturkenntnisse und -fertigkeiten auf verschiedenen Gebieten mitbringen“, sagt Buntrock. Besucher könnten defekte Gegenstände von zu Hause mitbringen. „Und wer nichts zu reparieren hat, nimmt sich eine Tasse Kaffee oder Tee oder hilft jemand anderem bei der Reparatur“, sagt er.

Um möglichst bald loslegen zu können, werden pfiffige Reparateure gesucht. Interessierte können sich bei Uwe Buntrock unter der Telefonnummer (05 11) 37 46 79 56 melden.

Von Heidi Rabenhorst

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