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Hortplätze fehlen: Eltern machen Druck

Ronnenberg Hortplätze fehlen: Eltern machen Druck

Berufstätige Eltern aus Ronnenberg wollen die Situation nicht länger hinnehmen: Allein im Stadtteil Empelde fehlen derzeit fast 50 Hortplätze. Mit einer Petition und Unterschriften machen sie Druck bei Bürgermeisterin Stephanie Harms und den Ratspolitikern.

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Diese Eltern, die im vergangenen Jahr ein Ende des Kitastreiks forderten, und weitere Väter und Mütter stehen nun vor dem Problem, dass sie für ihre Kinder nach der Einschulung keine Betreuungsmöglichkeit haben.

Quelle: Lisa Malecha (Archiv)

Ronnenberg. "Die Hortplatzsituation ist katastrophal", sagt Tim Nestler, Elternratsvorsitzender der Inkitaro Empelde, der größten städtischen Kita in Ronnenberg. Er rechnet den Mangel vor: Zum nächsten Schuljahr werden in Empelde voraussichtlich 130 Erstklässler eingeschult. Im angeschlossenen Hort mit insgesamt 80 Plätzen werden aber lediglich 16 Plätze frei. "Das bedeutet, dass im Schnitt nur drei Kinder je neue Klasse überhaupt einen Hortplatz in Empelde bekommen können", sagt Nestler und ergänzt: "Bereits jetzt, Stand April, kann der Bedarf von fast 50 Familien in Empelde nicht gedeckt werden und die Tendenz ist steigend."

Nestler ist Mitglied des Stadtelternbeirates. Dieses Gremium sammelt nun Unterschriften bei den Betroffenen - um den Druck auf die Stadt und die Politik zu erhöhen. Die Eltern haben auch einen Petition verfasst, die sie am kommenden Donnerstag in der Ratssitzung in Ronnenberg an Bürgermeisterin Stephanie Harms überreichen wollen.

Die Stadt ist grundsätzlich bereit, die Hortsituation zu verbessern, die Verwaltung betont aber auch, dass die Schulkindbetreuung - anders als Krippen und Kitas - keine Pflichtaufgabe sei. Mit einer Ganztagsgrundschule am Standort Empelde soll sich die Situation entspannen. Bis es soweit ist, wird aber noch viel Zeit vergehen, drei bis vier Jahre, sagt Erster Stadtrat Torsten Kölle.

"Das geht so nicht, das ist nicht akzeptabel", meint Nestler. Die Stadt und ihre Politiker müssten doch die Weitsicht haben, dass aus Kitakindern Schulkinder werden, die ebenfalls eine Betreuung benötigten. "Familien in der Stadt Ronnenberg drohen erhebliche finanzielle Einschnitte aufgrund einer Arbeitszeitreduzierung, bis hin zum drohenden Verlust von Arbeitsplätzen", heißt es in der Petition.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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