Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Hüper setzt sich in Kampfabstimmung durch

Ronnenberg Hüper setzt sich in Kampfabstimmung durch

Bürgermeisterin Stephanie Harms kann sich in der neuen Ratsperiode von zwei CDU-Politikern vertreten lassen. Während der konstituierenden Sitzung des Ronnenberger Stadtrates in der Marie-Curie-Schule setzte sich Hans-Heinrich Hüper in einer Kampfabstimmung gegen den Grünen Uwe Buntrock durch.

Voriger Artikel
Ehrenurkunde für verdiente Lokalpolitiker
Nächster Artikel
Lotterie um Posten und Ämter

Bürgermeisterin Stephanie Harms mit ihren Stellvertretern Carsten Mauritz (v. l.), Hans-Heinrich Hüper und Rüdiger Wilke.

Quelle: Rabenhorst

Empelde. Bei der Abstimmung profitierte Hüpers und seine Gruppe 2 (CDU/FDP/Freie Wähler) offenbar auch von der Unterstützung der AfD. Buntrock erhielt 15, Hans-Heinrich Hüper 18 Stimmen. Eine Stimme wurde für ungültig erklärt. Zuvor waren Hans-Heinrich Hüpers Parteikollege Carsten Mauritz und Rüdiger Wilke (SPD) als weitere stellvertretende Bürgermeister bestätigt worden.

Lange Gesichter gab es dagegen bei den Grünen. Es sei unüblich und nicht nachzuvollziehen, warum sich Hüper als weiterer Vertreter der Gruppe 2 habe aufstellen lassen, sagte Fraktionschef Jens Williges. Bislang hatten die Grünen einen der drei stellvertretenden Bürgermeister gestellt. In seiner Enttäuschung sprach Williges' Stellvertreter Andreas Beichler sogar von "Posten-Gier" der CDU.

Pech für Buntrock war sicherlich ein Fehler der AfD-Fraktion, deren Vorschlag Jürgen Lorenz wurde nicht zur Wahl zugelassen, da er zuvor nicht in den Verwaltungsausschuss gewählt worden war. Offenbar stimmte die Fraktion daraufhin für Hans-Heinrich Hüper.

"Wir haben dieses Ergebnis bedauert. Wir hätten es gern gesehen, dass eine der drittstärksten Fraktionen einen stellvertretenden Bürgermeister gestellt hätte", sagt SPD-Fraktionssprecher Fabian Hüper. Letztlich gebe es die Geschäftsordnung und die Kommunalverfassung aber her, dass sich ein weiterer Kandidat der Gruppe 2 vorschlagen lasse. Man könne niemandem vorschreiben, eine Wahl nicht anzunehmen, weil eine bestimmte Fraktion zugestimmt habe.

Für Hans-Heinrich Hüper, der bereits von 1991 bis 2001 stellvertretender Bürgermeister war und feststellt, dass es zuvor keine Absprachen mit anderen Fraktionen gegeben hatte, stellt die Wahl eine normale demokratische Entscheidung dar. Seine Fraktion habe ihn zur Wahl gedrängt, um repräsentative Vertreter in Empelde wie in Ronnenberg stellen zu können, da es in diesen Stadtteilen keine Ortsräte gebe. "Es war nicht klar, dass ich einen Durchmarsch mache", sagt der CDU-Politiker.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6spach7nm1cxl9npk5w
Kinder haben viel Spaß am Backofen

Fotostrecke Ronnenberg: Kinder haben viel Spaß am Backofen