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Hüper wehrt sich gegen Vorwürfe

Ronnenberg Hüper wehrt sich gegen Vorwürfe

Nach seiner Kandidatur zum stellvertretenden Bürgermeister musste der CDU-Fraktionsvorsitzende Hans-Heinrich Hüper Kritik über sich ergehen lassen. Grünen-Fraktionsvize Andreas Beichler nannte Hüpers Vorgehen "Posten-Gier" der CDU. Hüper wies diesen Vorwurf jetzt in einer Stellungnahme zurück.

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Bürgermeisterin Stephanie Harms mit ihren Stellvertretern Carsten Mauritz (v. l.), Hans-Heinrich Hüper und Rüdiger Wilke am Wahlabend.

Quelle: Rabenhorst

Empelde. Die Wahl des dritten stellvertretenden Bürgermeisters war während der konsstituierenden Sitzung des Ronnenberger Stadtrates am 15. November die einzige Abstimmung, bei der es keinen breiten Konsenz gab. Hans-Heinrich Hüper setzte sich dabei mit 18:15 Stimmen bereits im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit gegen den Kandidaten der Grünen, Uwe Buntrock, durch. Im zweiten Wahlgang hätte Buntrock eine einfache Mehrheit gereicht. Aus Hüpers Sicht war die AfD damit kein Mehrheitsbeschaffer, sondern lediglich Zünglein an der Waage. Mit ihren Stimmen habe er die Wahl zwar gewonnen, bei einer Enthaltung der AfD hätte das aber indirekt einen Sieg Buntrocks ermöglicht. Auch dieser hätte die Wahl dann kaum abgelehnt, argumentiert Hüper.

"Im neuen Rat sind sechs demokratisch gewählte Parteien vertreten, die alle das Recht haben mit zu wählen", stellte Hüper fest. Allerdings zielte die öffentliche Kritik der Grünen zu keiner Zeit darauf ab, dass Hüper die Wahl angenommen hatte. Allein die Kandidatur des CDU-Fraktionsvorsitzenden zur Wahl des stellvertretenden Bürgermeisters wurde aus Gründen der besseren Verteilung der Ämter auf die einzelnen Fraktionen im Rat war infrage gestellt worden. Einen Stellvertreterposten für eine der drittstäksten Fraktionen offen zu lassen, sei eigentlich üblich im Rat, so die Auffassung der Grünen.

Das langjährige Ratsmitglied Hüper weiß das aus eigener Erfahrung besser. "In den Jahren 2001 bis 2006 konnte die CDU-FDP-Gruppe gar keinen stellvertretenden Bürgermeister stellen, da die Mehrheit von SPD und Grünen das nicht zugelassen hat. Damals war die CDU ebenfalls zweitstärkste Fraktion", erklärt Hüper. Er selbst sei seinerzeit der Kandidat der CDU gewesen. Von einer Art Tradition im Rat, die drei Stellvertreterposten auf drei Parteien zu verteilen,  kann somit also keine Rede sein.

Zuletzt bezog Hüper auch noch Stellung zum Vorwurf der Ämterhäufung, dem er sich seit seiner Wahl zum stellvertretenden Bürgermeisters ausgesetzt sieht. Er verwies auf seinen Amtskollegen Rüdiger Wilke von der SPD, der als stellvertretender Bürgermeister, auch zum Ausschussvorsitzenden bestimmt worden sei und wahrscheinlich auch wieder zum Ortsbürgermeister von Weetzen gewählt würde. "Das ist noch nie Ämterhäufung genannt worden", stellt Hüper fest.

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