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Lotterie um Posten und Ämter

Ronnenberg Lotterie um Posten und Ämter

Neunmal fielen die Entscheidungen über Posten und Ämter während der konstituierenden Sitzung des Ronnenberger Rates am Dienstagabend per Los. Nicht alle Gruppen und Fraktionen waren mit den Ergebnissen zufrieden - auch wenn niemand in der neuen Bürgervertretung die Vorgehensweise infrage stellte.

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Die Mitglieder des neuen Stadtrates nehmen Bürgermeisterin Stephanie Harms in ihre Mitte.

Quelle: Uwe Kranz

Empelde. "Der gemütliche Teil ist jetzt zu Ende", prophezeite der Altersvorsitzende Klaus Thum nach den Ehrungen und Begrüßungsreden zu Beginn der ersten Ratssitzung in der Aula der Marie-Curie-Schule. Was folgte, waren rund drei Stunden des Vorschlagens, Abstimmens und Losens. Dabei war nicht immer allen sofort klar, nach welchem Verfahren das Vorschlagsrecht und die Vergabe der einzelnen Posten und Ämter erfolgen musste.

Die Wahl der Ratvorsitzenden fiel der Versammlung noch leicht. Karin Reinelt, die auch schon im alten Rat dieses Amt ausübte wurde einstimmig wiedergewählt. Gerührt von dem Vertrauen der anderen Ratsleute betonte sie, dass es "beim zweiten Mal etwas ganz Besonderes" sei. Zu Stellvertretern wurden Klaus Thum (CDU) und Dorothea Pein (Grüne) bestimmt.

Nach der Besetzung des Verwaltungsrates und der Wahl der drei stellvertretenden Bürgermeister musste für die Vergabe der Sitze in den Fachausschüssen zum ersten Mal der Glaskrug mit den beiden gelben Kugeln zum Einsatz kommen. Von den elf zu vergebenden Sitzen erhielten die Gruppen 1 (SPD/Linke) und 2 (CDU/FDP/Freie Wähler) jeweils vier. Je ein festen Sitz war den Fraktionen der Grünen und der AfD zugeordnet, die zudem den letzten freien Sitz per Los gewinnen konnten. Im Ausschuss 1 (Finanzen, Steuerung, Stadtentwicklung und Gebäudewirtschaft) und 3 (Stadtplanung, Ökologie, Wirtschaft und Feuerschutz) zog die Ratsvorsitzende Reinelt als "Glücksfee" die Grünen aus dem Topf, im Ausschuss 2 (Bildung, Jugend, Soziales, Sport, Senioren, Gleichstellung und Integration) stellt die AfD zwei Vertreter.

Bei der Lotterie um die Vorsitze der Ausschüsse hatte die Gruppe 1 mit Gerald Müller (1) und Jörg Grabe (3) zweimal das Glück auf ihrer Seite. Der Gruppe zwei blieb mit Rüdiger Wilke der Vorsitz im Ausschuss 2. "Selbstverständlich sind wir glücklich über dieses Ergebnis", sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Hans-Heinrich Hüper, der auch bei der Verlosung von Posten in ratsfremden Gremien noch mehrfach das bessere Ende für sich und seine Gruppe hatte.

"Ich dachte schon, wir sind gar nicht drin", scherzte dagegen SPD-Fraktionsvorsitzender Dieter Schur, als das Los im fünften Versuch erstmals auf seine Gruppe fiel. "Aber so ist das eben beim Losen: Die Chancen sind 50:50", stellte sein Fraktionssprecher Fabian Hüper fest. Dafür, dass immer die richtigen Kugeln im Glas waren, zeichneten Frauke Rohland und Jessica Kubat verantwortlich, die trotz der Vielfalt an Entscheidungen und Verlosungen nie den Überblick verloren.

Über zwei Personalien, die nicht direkt etwas mit dem Stadtrat zu tun hatten wurde ganz normal abgestimmt: Ortsvorsteher von Vörie wird der CDU-Politiker Jörg Schmidt, und Katherine Jürgens beginnt zum 1. Dezember ihre Tätigkeit als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. 

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