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Immer nur Ärger mit dem Müll

Calenberger Land Immer nur Ärger mit dem Müll

Wenn Müll nicht in den dafür vorgesehenen Behältern, sondern in der freien Landschaft oder in der Nähe von Wertstoffinseln landet, bleiben Kommunen und Entsorger auf der Arbeit und den Kosten sitzen. Appelle sind kaum erfolgreich.

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Altkleidercontainer wie auf diesem Foto, das Bürgermeister Cord Mittendorf in Gehrden gemacht hat, sind ein Ärgernis, wenn sie nicht regelmäßig geleert werden.

Quelle: Privat

Ronnenberg. Das Problem ist nicht neu und es nimmt zu: Berge von oftmals gewerblichem Sperrmüll wie eine Wagenladung alter Kühlschränke oder Autoreifen landen an Feldwegen, Waldrändern oder auf öffentlichen Plätzen. Überall dort, wo die soziale Kontrolle gering ist, wird auch immer öfter Hausmüll abgelegt. Dass sie eine Straftat begehen, schreckt die Müllfrevler nicht ab.

Redliche Bürger, die ihren Abfall vorschriftsmäßig entsorgen, ärgern sich nicht nur über die Verschmutzung, sondern auch über die Dreistigkeit der anderen. „Es besteht die Gefahr, dass ein solches Vorgehen die Moral derer zerstört, die ihren Restmüll in teuren Originaltüten entsorgen“, sagt Karin Reinelt aus Empelde. Die Ärztin treibt auch die Sorge um, dass an der Wertstoffinsel Nenndorfer Straße hinterlassener Hausmüll Ratten und anderes Ungeziefer anlockt.

Die Bauhöfe der Kommunen und Aha, der Abfallentsorger der Region, haben kein Patentrezept für das Müllproblem. Wertstoffinseln und Abfallkörbe abzubauen - wie in Barsinghausen bereits geschehen - verlagert das Problem an eine andere Stelle. Der Abfallentsorger aha kennt das Phänomen zur Genüge. „Sobald sich an einer Wertstoffinsel eine Verunreinigung findet, stellen auch andere ihren Müll dazu“, sagt Unternehmenssprecherin Anke Voigt. Sie nennt ein Beispiel: Der Standort Nenndorfer Straße in Empelde sei bislang völlig unauffällig gewesen. Die Situation habe sich verschärft, seit ein Betreiber Altkleidercontainer aufgestellt habe.

Den Aufwand, den die Stadt für die Entsorgung wilden Mülls betreiben müsse, fehle an anderer Stelle, gibt Ronnenbergs Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler zu bedenken. Bürgermeister Cord Mittendorf verfolgt in Gehrden seine eigene Strategie. Er macht Fotos, wenn er Müllberge in der Innenstadt entdeckt - in der Hoffnung, darin Hinweise auf die Verursacher zu finden und diese zur Rechenschaft ziehen zu können.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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