Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Wenig Interesse für Seniorenbeirat

Ronnenberg Wenig Interesse für Seniorenbeirat

Die überwiegende Mehrheit der Ronnenberger über 60 Jahre interessiert sich nicht für einen Seniorenbeirat. Das hat eine Umfrage der Stadtverwaltung ergeben. Die Politiker lassen sich von dem Ergebnis aber nicht entmutigen.

Voriger Artikel
Neben der Polizei entsteht eine Reihenhauszeile
Nächster Artikel
Stadt informiert über Containerdorf

Uwe Buntrock (links) und Klaus Dieter Meyer wollen einen Seniorenbeirat gründen.

Quelle: Kerstin Siegmund

Ronnenberg. Von 6682 Ronnenbergern, die über 60 Jahre alt sind, interessieren sich lediglich 137 für eine aktive Mitarbeit in einem Seniorenbeirat. Dieses Ergebnis hat eine Umfrage bei den älteren Einwohnern ergeben. Die städtische Teamleiterin Soziales und Senioren, Birgit Sommerfeld, bat Ronnenbergs Senioren im vergangenen Herbst schriftlich um ein Votum. Lediglich 639 Fragebogen, das sind 6,9 Prozent, sind zurückgeschickt worden. Die überwiegende Mehrheit von 6043 Befragten habe sich nicht gemeldet, sagt Sommerfeld.

Von dem Ergebnis der Befragung lassen sich Ronnenbergs Ratspolitiker keineswegs abschrecken. „Das ist ein hervorragendes Ergebnis“, sagt der parteilose Ratsherr Carsten Mauritz, der mit CDU und FDP im Rat eine Gruppe bildet. Wenn 137 Bürger mitarbeiten wollten, sei das beeindruckend. Diese Auffassung teilen auch die Grünen. Ratsfrau Dorothea Pein bezeichnet die Umfrageergebnisse als „ein klares Signal. Das ist eindeutig ein Auftrag.“ Immerhin hätten sich zwei Drittel der Befragten, die geantwortet haben, für einen Beirat ausgesprochen, sagt Pein.

Birgit Sommerfeld ist mit dem Ergebnis ebenfalls zufrieden. „Wenn von 137 Leuten, die aktiv mitmachen wollen, 30 oder 40 übrig bleiben, wäre das eine hohe Quote im Vergleich zu den Beiräten in anderen Kommunen“, sagt die Stadtmitarbeiterin.

Carsten Mauritz setzt sich dafür ein, dass „die Ergebnisse nicht in der Schublade verschwinden. Es gibt Aktive, die endlich anfangen wollen. Diese Bürger sollten wir nicht enttäuschen.“ Dazu gehört Wolfgang Plumhoff. „Mehr als zweieinhalb Monate nach der Umfrage habe ich immer noch nichts von der Stadt gehört“, sagt der Ronnenberger, der im Seniorenbeirat mitarbeiten will.

Eine eigenständige Interessenvertretung für Senioren ist in Ronnenberg nicht neu. Dieses Gremium gab es bereits von 1986 bis 1991. „Damals ist der Beirat eingeschlafen, erneute Vorstöße in den Jahren danach gingen ins Leere, ein Beirat kam nicht wieder zustande.“ Das hat die Teamleiterin Birgit Sommerfeld bei ihren Recherchen herausgefunden. Nun soll der Beirat wiederbelebt werden. Dafür wird Sommerfeld ein Konzept erarbeiten. „Wir brauchen einen Überblick zur Wirtschaftlichkeit, für die Aufgaben eines Beirats und für vieles mehr“, sagte der SPD-Ratsherr Uwe Specht im Sozialausschuss. Ein Ratsbeschluss für die Bildung eines Beirats liegt seit 2015 vor.

Region gibt Ratgeber für Ehrenamtliche heraus

Der Seniorenbeirat der Region Hannover vertritt seit langem die Belange der älteren Generation. Er berät und unterstützt bei Fragen zur Wohnsituation, zur Gesundheit oder Mobilität, bündelt Interessen und wirkt an politischen Entscheidungen mit. Der Seniorenbeirat agiert als Bindeglied der kommunalen Seniorenvertretungen, die es derzeit in elf Städten und Gemeinden gibt. Der Regionsvorsitzende Klaus Dieter Meyer aus Laatzen unterstützt auch Bürger aus Ronnenberg bei der Gründung eines Beirats. Mit Uwe Buntrock aus Empelde legte er ein Konzept vor. In Zusammenarbeit mit dem Landesseniorenrat Niedersachsen hat der Seniorenbeirat der Region erstmals die verschiedenen Aufgaben und Angebote der Seniorenvertretungen in einer Broschüre zusammengefasst. Diese ist auf Anfrage erhältlich bei der Region Hannover, Fachbereich Soziales/Seniorenbeirat, Hildesheimer Str. 20, 30169 Hannover oder nach einer E-Mail an 50@region-hannover.de.

doc6nlv88m4a8h1n4bo1hxa

Uwe Buntrock (links) und Klaus Dieter Meyer wollen einen Seniorenbeirat gründen.

Quelle: Kerstin Siegmund
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Kerstin Siegmund

doc6spach7nm1cxl9npk5w
Kinder haben viel Spaß am Backofen

Fotostrecke Ronnenberg: Kinder haben viel Spaß am Backofen